Mit 170 km/h auf Sattelzug aufgefahren
Anzeige
Würzburg erleben
26. Februar 2014

Symbolbild Würzburg
DETTELBACH. Wohl einen besonderen Schutzengel hatte ein Autofahrer, der am Dienstagmittag auf der A 3 mit voller Wucht auf einen Sattelzug aufgefahren ist. Er überlebte schwer verletzt den Unfall. Sein Pkw war danach schrottreif. Der Gesamtschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.
Mit hoher Geschwindigkeit in Sattelzug
Der 56-jährige Mann aus Oberfranken war in Richtung Frankfurt unterwegs. Gegen 12:10 Uhr krachte er zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und dem Biebelrieder Kreuz mit hoher Geschwindigkeit auf einen Sattelzug. Die Front seines Mercedes der C-Klasse bohrte sich bis zur Frontscheibe unter das Heck des Aufliegers. Zum Glück verhinderte der massive Unterfahrschutz des Anhängers noch Schlimmeres.
Der Wagen wurde dann nach rechts abgewiesen und kam im Gebüsch neben dem Standstreifen zum Stillstand. Obwohl die Fahrgastzelle des Pkw den Aufprall nahezu unbeschadet überstanden hatte, erlitt der Mann vor allem innere Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungswagen in eine Würzburger Klinik gebracht. Der 44-jährige Lasterfahrer blieb unversehrt und sein Fahrzeug noch fahrbereit. Zur schnellen Versorgung des Verletzten war der Notarzt mit dem Helikopter eingeflogen worden. Während der Unfallaufnahme und der Bergung des Pkw sperrten Beamte der Autobahnpolizei den rechten Fahrstreifen in Richtung Frankfurt ab.
Nach den Erkenntnissen der Beamten fuhr der Mann zum Unfallzeitpunkt mit etwa 170 km/h. Der bei dieser Anzeige stehen gebliebene Tacho des Mercedes wies sie darauf hin. Die Unfallermittlungen ergaben für die Beamten keine Anhaltspunkte, dass Alkohol im Spiel war. Auch fanden sie keine Hinweise auf eine andere Ablenkung des Fahrers. Der Mann konnte sich nach eigenen Angaben nicht mehr an den Unfallhergang erinnern, weshalb die Ursache bisher ungeklärt ist.

