Vermögen der Diözese auf 360 Millionen Euro beziffert
Anzeige
Würzburg erleben
27. Februar 2014

Symbolbild Würzburg
Der Bischöfliche Stuhl der Diözese Würzburg sitzt auf einem wohl doch größeren Vermögen, als bisher angenommen. Laut einem Bericht der Mainpost veröffentlichte die Diözese bei der letzten Haushaltspressekonferenz Zahlen, die von einem aktiven Gesamtvermögen von 360 Millionen Euro sprechen. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte Bischof Friedhelm Hofmann und sein Finanzdirektor Siedler noch 271 Millionen Euro angegeben.
Erstmals Immobilienwert bekannt gegeben
Erstmals legt die Diözese auch offen, welchen Wert ihre Immobilien haben. Rund 29 Millionen Euro seien die eigenen Gebäude wert, zu dem beispielsweise das Technikum im Stadtteil Heuchelhof gehört. Zudem teilte das Bistum auch bilanzierte Darlehen und Guthaben bei Kreditinstituten der Öffentlichkeit mit. In diesem Zuge betonte die Kirche allerdings, dass es sich nach allen Abzügen der Verpflichtungen lediglich um ein Eigenkapital der Kirche von rund 40 Millionen Euro handle.
2014 sollen 150 Millionen Euro Kirchensteuer fließen
Für 2014 rechnet Finanzdirektor Siedler mit rund 150 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen. 65 Prozent dieser Summe fließe in das Personal, 12 Prozent der Einnahmen in den Erhalt von Kirchen, Kindergärten und Schulen.
Diözese gehört zu den Reichsten Deutschlands
Durch die Offenlegung des bischöflichen Vermögens und der erwarteten Kirchensteuer soll die Transparenz im Bistum weiter verbessert werden. Was den Rechtsträger Bischöflicher Stuhl angeht, gehört die Diözese laut Mainpost mit dem Gesamtvolumen von 360 Millionen Euro zu den reichsten Diözesen Deutschlands. Da dies aber laut Finanzdirektor Siedler pauschal nicht zu vergleichen sei, werde nun erstmals auch auf der Bischofskonferenz über einen „Schlüssel“ diskutiert, mit dem man das Vermögen der einzelnen Bistümer vergleichbar machen könnte.

