Würzburger Frauenverein wirft Hunkemöller sexistische Werbung vor

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28. Februar 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauenorganisationen (AWF) kritisiert scharf die neue Schaufenster-Plakatierung der Firma Hunkemöller in der Innenstadt. In einer heute (28.02) veröffentlichten Pressemitteilung der AWF heißt es: „Diese Werbung vermittelt ein Frauenbild, das Frauen auf ihre Körper reduziert und zu Sexualobjekten degradiert. Diese Form von Werbung ist mit dem auf der Homepage der Firma dargestellten Verhaltenskodex sicherlich nicht vereinbar.“ Wie wir bereits vor knapp zwei Wochen auf unserer Facebookseite berichtet hatten, plakatiert Hunkemöller seine neuen Geschäftsräume in der Schönbornstraße 4 mit einer Werbung, die Frauen mit Modelmaßen in Dessous zeigt.

Darstellung von Frauen könnte als normal wirken

Besonders kritisiert die AWF, dass Jungen und Mädchen, die am Schaufenster zwangsläufig vorbeilaufen ein falsches Frauenbild vermittelt bekämen. Die nackten Tatsachen würden durch diese Form der Plakatierung als normal propagiert werden. „Unsere Kritik entspringt nicht weiblicher Prüderie, der Frauen ja so oft geziehen werden, sondern lehnt, wie übrigens auch der deutsche Werberat, schlichtweg frauenfeindliche Werbung ab. Hier wird allen PassantInnen unübersehbar und überlebensgroß gezeigt, was Frauen nach Meinung der Firma Hunkemöller scheinbar darzustellen haben: attraktive, schlanke Sexualobjekte für Männer“, heißt es in dem Vorwurf an Hunkemöller weiter.

Sinnlichkeit könne anders dargestellt werden

Die Frauenorganisation verwehre sich in ihrem Schreiben nicht der „selbstbestimmten weiblichen Sexualität und der Freude am eigenen Körper“. Dennoch könne „Sinnenfreude, Spaß an Sexualität und Dessous auch anders vermittelt werden“. Die AWF fordert mehr Sensibilität des niederländischen Konzerns.

Vereinigung will Änderung der Werbung

„Wir erwarten daher eine Veränderung dieser Schaufenstergestaltung“, heißt es in der Erklärung. Anderenfalls werde der Frauenverband zu Protesten von Seiten der im Dachverband der Würzburger Frauenorganisation vertretenen Frauen aufrufen.

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