Europäische Protestaktion gegen das Töten rumänischer Straßenhunde
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Würzburg erleben
10. März 2014

Symbolbild Würzburg
Am Samstag, 8.März 2014 fanden in 39 Städten in 9 Ländern Europas Demonstrationen statt. Auch in Würzburg nahmen einige hundert Tierliebhaber an der Demonstration gegen das qualvolle Töten rumänischer Straßenhunde teil. Die teilnehmenden Städte und weiterführende Informationen können auf der Seite http://mapofhope.wordpress.com/demonstrationen-und-mahnwachen/ eingesehen werden.
Die Band „Jimmy Slick“ hat ihr Lied „Hunde ohne Namen“ auf der Veranstaltung in Bochum live gesungen und über einen Internetstream mit den Teilnehmern der anderen Städten gen Brüssel und Bukarest ihren Wunsch auf Veränderung und humanitäre Behandlung der rumänischen Straßenhunde zum Ausdruck gebracht.
Eingefangene Straßenhunde werden in Rumänien mit 250€ „belohnt“
Seit September 2013 entrüsten sich die Tierfreunde Europas über das barbarische und unmenschliche Vorgehen gegenüber den rumänischen Straßenhunden. Dieses erlaubt das Töten von Straßentieren nach Ablauf einer Frist von 14 Tagen, sofern diese nicht vermittelt werden können. Unzähliges Bildmaterial von brutalen Einfangaktionen und Tötungen der Tiere beweisen, z.B. die Blutlachen im Tierheim Breasta, dass hier gegen alle eingängigen Tierschutzgesetze, wie etwa das Europäisch Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren oder den Lissaboner Tierschutzartikel verstoßen wird. Daneben wird jeder eingefangene Straßenhund und dessen Unterbringung bis zur Tötung oder Adoption mit bis zu 250 Euro belohnt. Das führt dazu, dass an Menschen gewöhnte Tiere, kastrierte Hunde und selbst in Eigentum befindliche Haustiere eingefangen werden.
Eine Adoption wird unverhältnismäßig erschwert und teilweise unmöglich gemacht. Eine nachhaltige Verringerung des Tierbestandes ist bei solchen Verdienstmöglichkeiten nicht angedacht. Eine Kontrolle der staatlichen und privaten Tierheime erfolgt nicht. Tiere werden erschlagen, verhungern oder verdursten. Unzählige Petitionen und Briefe von Privatpersonen, Nichtregierungsorganisationen und Tierschutzverbänden an alle EU-Einrichtungen, darunter auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und rumänische Institutionen wurden ignoriert oder eine Handlungsfähigkeit Europas zu diesem Hundemassaker verneint. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden auf einer Pressekonferenz der EU zu diesem Thema am 12.02.2014 bestätigt.
Gefordert wird:
- der sofortige Stopp aller Tötungsmaßnahmen,
- die Einhaltung bestehender Gesetze und EU-Tierschutzverträge.
- die Abschaffung der Fangprämien und sofortiger Zugang von unabhängigen Tierschutzverbänden zu allen Tierheimen in Rumänien.
- der Aufbau von nachhaltigen Kastrationsprogrammen, um das unkontrollierte Vermehren der Tiere zu beenden.
- die Etablierung einheitlicher europäischer Heim-, Straßentier- und Haustiergesetzen mit wirksamer Kontrolle durch unabhängige Institutionen.
- Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention, statt Verstöße gegen das Eigentum der Hundebesitzer.

