Fahrradumfrage: Die OB-Kandidaten schwingen sich auf den Drahtesel

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Würzburg erleben

10. März 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Die AG Radverkehr der lokalen Agenda 21 in Würzburg wollte herausfinden, welche Ideen die BewerberInnen um das Oberbürgermeisteramt für den Radverkehr haben. Dazu hat sie einen Fragebogen mit sieben Fragen zum Thema erstellt. Es geht den Pedalisten vor allem um die Beurteilung des Radverkehrs allgemein und seine Finanzierung, es wurden aber auch konkrete Maßnahmen wie die Radverkehrsanbindung von Versbach und Lengfeld angesprochen. Erfreut zeigten sich die Mitarbeiter der AG Radverkehr, dass von allen Bewerbern Antworten eingingen. Allein das zeige schon die wachsende Bedeutung des Radverkehrs in Würzburg.

Beliebtes Fortbewegungsmittel Fahrrad: Aber Würzburg macht es einem nicht leicht

Die OB-Kandidaten sind sich einig! Das Fahrradnetz in Würzburg macht es dem Radler nicht leicht, denn an vielen Stellen ist das Radwegenetz nicht gut genug ausgebaut. Trotzdem stellt das Fahrrad bei der Mehrheit der Kandidaten ein wichtiges Fortbewegungsmittel im Alltag dar, bei Christian Schuchardt ersetzt die tägliche Fahrradfahrt in die Arbeit sogar das Joggen. Man sieht viel von der Stadt, trifft Menschen und umgeht Parkplatzsorgen – alles Gründe warum das Fahrrad ein tolles Fortbewegungsmittel in der Stadt Würzburg ist.

Beim Ausbau des Radverkehrsnetzes kann noch viel getan werden. Während Muchtar Al Ghusain eine Steigungsrate des Radverkehrs von 1% pro Jahr für möglich hält, gibt sich Wolfgang Baumann mit einem Anteil von 20-25% optimistisch. Raimund Binder rechnet mit einem Anstieg auf 15-18%, aber er räumt dem Anteil größeren Spielraum ein, wenn das Elektrofahrrad bei den Würzburgern an Beliebtheit gewinnt. Da Würzburg in einem Kessel liegt und viele Einwohner an einer Anhöhe wohnen, gehen die meisten Kandidaten auch von einem Anstieg der Anzahl an Elektrofahrrädern aus.

Dass sich was tun muss für den Radverkehr, darüber ist man sich einig, aber auf einen exakten Betrag will sich nur Herr Baumann festlegen. Laut ihm seien 15 € pro Einwohner aufgrund des Nachholbedarfs, den Würzburg in diesem Bereich hat, notwendig. Für das Jahr 2014 wurde der allgemeine Radetat auf 550.000 € angehoben und darüber hinaus noch einige Sonderfinanzierungen genehmigt. Doch es geht nicht nur um Geld, sondern auch um das Bewusstsein der planenden Behörden und konkrete Ideen und Ergebnisse. Charlotte Schloßareck regt zu Überlegungen an, dass man unterscheiden sollte, was man für die Fahrradtouristen tun will, die im Sommer nach/durch Würzburg kommen und was man für die Bürgerschaft erreichen will, die mit dem Rad z.B. zum Einkaufen fahren will.

Wer mehr über die Umfrage erfahren möchte, sieht sie sich unter www.wuerzburg-in-bewegung.de am besten einfach mal selbst an.

Was ist die Lokale Agenda 21?

1992 verabschiedete die UNO das globale Handlungsprogramm Agenda 21, welches Maßnahmen beinhaltet, wie man Leben und Wirtschaft zukunftsfähig macht. Sprich: Wie überlebt die Menschheit das 21. Jahrhundert? Auf Basis dieses Handlungsblattes entstand die lokale Agenda 21, die dieses Handlungsprogramm auf eine kommunale Ebene bringt und sich für Nachhaltigkeit in der Region einsetzt. Die Arbeitsgruppe Radverkehr ist eine Interessengemeinschaft, die sich in Würzburg für die Bedeutung des Radverkehrs einsetzt.

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