Die Stadtratskandidaten im Würzburg erleben Check: Schatzkästlein "Perle am Main"!
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Würzburg erleben
12. März 2014

Symbolbild Würzburg
Ihr habt gewählt! Würzburg erleben stellt euch die 5 Stadtrats-Kandidaten, die in unserer Facebook-Umfrage die meisten Likes bekommen haben, genauer vor. Christoph Henneberger (FWG) führt das Voting mit 78 Likes an, vor Leonard Landois (CSU) mit 56 Likes und die Top 3 beschließt Frank Störzbach (FWG) mit 31 Likes. Knapp dahinter Philipp Kistler (CSU) mit 30 Likes und der einzige in der Runde der bereits Erfahrung im Stadtrat hat, Alexander Kolbow (SPD) mit 27 Likes, macht die Top 5 in unserem Ranking komplett.
Am Montag, den 10.03.2014, 6 Tage vor der Wahl, haben sich die 5 bei uns im Büro eingefunden und standen Rede und Antwort – zu Würzburg, zu sich selbst, zur ihrer Politik und von wem sie in der Runde am liebsten 3 Stimmen abgreifen würden.
In einem ersten Beitrag geht es um die Haltung der Kandidaten gegenüber der Stadt, für die sie sich politisch engagieren, und ihren Bewohnern. Desweiteren erzählen die Befragten über ihre Highlights und ihre Tiefpunkte im Wahlkampf.
Chris: Was haltet Ihr von Würzburg und den Würzburgern?
Die Perle am Main oder ein Schatzkästlein? Die Kandidaten hatten sehr liebliche Worte für ihre Stadt übrig. Sowohl für Christoph Henneberger, als auch für Philipp Kistler und Alexander Kolbow ist Würzburg ihre Heimatstadt und noch viel mehr, ein Ort, an dem man sich sehr gut wohl fühlen kann. Auch das kulturelle Programm und die Mischung aus Tradition und Moderne wurde gelobt.
Frank Störzbach ist 1995 für’s Studium nach Würzburg gekommen und hat sich im Laufe der Zeit nicht nur in die Stadt, sondern auch in seine Frau, eine richtige Fränkin, verliebt. Mit den Würzburgern hat er sich am Anfang schwer getan, aber wenn man sie mal aufgetaut hat, dann haben sie das gewisse Etwas.
Auch Christoph Henneberger hält den Franken manchmal für mürrisch, vor allem wenns mal nicht so gut läuft, wie er aus seiner Karriere als Basketballer weiß. Für Philipp Kistler ist die Würzburger Bevölkerung eine sehr engagierte, Alexander Kolbow weist auf die Narbe des 2. Weltkriegs hin, durch die vielen Würzburgern das Verständnis für Modernität und Erneuerung fehle.
Leonard Landois bezeichnet Würzburg als ein Schatzkästlein, aus dem noch viele Schätze gehoben werden können. Würzburg setzt, z. B. in Bezug auf den Tourismus, die richtigen Impulse, aber es gibt noch Luft nach oben.
Chris: Was waren für Euch die Highlights und die Tiefpunkte des Wahlkamps?
Das Highlight des Wahlkampfs ist für Leonard Landois, dass man die Stadt noch einmal viel besser kennenlernt, weil man sich sehr intensiv mit ihr und den Themen auseinandersetzen und sich richtig einarbeiten muss, um Konzepte ausbauen zu können. Ernüchternd war für ihn, dass man so viel Engagement in Veranstaltungen steckt und dann kommen 10-20 Interessierte, wenn man ein Problem am liebsten mit 100 Leuten besprochen hätte.
Für Alexander Kolbow dagegen gibt es aus dem Wahlkampf nichts Negatives zu berichten. Von etwa 100 Hausbesuchen, die er gemacht hat, waren ca. 70 % positiv und nur sehr selten bekam er Kritik zu spüren. Frank Störzbach schließt mit seiner positiven Erfahrung daran an, sehr viele junge Leute wollen etwas bewegen und dem Stillstand ein Ende bereiten. Sehr bedenklich findet er, dass Themen, die man schon vor 15 Jahren hatte, auch heute noch relevant sind und es so scheint, als habe sich nichts getan. Daraufhin unterbricht Alexander Kolbow um anzumerken, dass die Planungszeiten auf kommunaler Ebene nun einmal so lang wären. Auch Leonard Landois stimmt mit Frank Störzbach überein, „Sachen müssen durchgezogen werden“.
Jamaikanischer Bobfahrer der CSU
Philipp Kistler fühlt sich im Wahlkampf wie der jamaikanische Bob bei den Winterspielen, mit Platz 47 auf der Liste der CSU ist er der absolute Außenseiter in der Runde. Für ihn war das Gespräch mit den Menschen das absolute Highlight seines Wahlkampfs, um herauszufinden wie man selbst, aber auch die Stadtratsfraktion ankommt und etwas aus dem Leben der Wähler zu erfahren. Daran gekoppelt ist seine Negativerfahrung, denn wenn er Werbung machen wollte, dann bekam er häufig ein „brauchen wir nicht“ oder ein „die machen eh alle was sie wollen“ zu hören. Daran schließt sich auch Christoph Henneberger an, dem es fast unangenehm war, wenn die Leute genervt reagierten und einen großen Bogen um ihn machten, weil sie nicht mit ihm reden wollten. Dafür hat sein persönliches Umfeld auf seine Kandidatur umso positiver reagiert. Er plädiert dafür, dass man die Scheuklappen abmacht und parteiübergreifend als Mannschaft für den Bürger kämpft.
TEIL 2: Die 5 Kandidaten antworten auf persönlichen Fragen
TEIL 3: Jetzt wird politisch: 5 Kandidaten und ihre politische Einstellung

