Zerstörung und Wiederaufbau in Würzburg
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Würzburg erleben
14. März 2014

Symbolbild Würzburg
In einer Apotheke, einer Gastwirtschaft, einem Handwerksbetrieb und einem Papierfachgeschäft erlebten vier Würzburger Familien Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau. Sechseinhalb Jahrzehnte später erinnern sie sich in Zeitzeugeninterviews an ihre ganz persönlichen Erfahrungen in den Jahren zwischen 1933 und 1960, die Andreas Mettenleiter in dem Buch „Zerstörung und Wiederaufbau in Würzburg“ festgehalten hat.
Vier Häuser, vier Familien, vier Schicksale
Zahlreiche private Aufnahmen aus geretteten Fotoalben illustrieren das Kapitel hautnah erlebter Stadtgeschichte. Ergänzt werden die lebendigen mündlichen Schilderungen durch zeitgenössische Aufzeichnungen und Alltagsdokumente. Daraus entstand ein packender Tatsachenbericht, der bei vielen älteren Mitbürgern Erinnerungen wachruft. Erinnerungen an eine Zeit voll Aufbruchstimmung und zähen Überlebenswillens, über den die junge Generation nur staunen kann.
Das Buch möchte ein spannendes Kapitel der Würzburger Stadtgeschichte in Zeitzeugenberichten und historischen Dokumenten wieder lebendig werden lassen.
Zeitzeugen und Interviewpartner
Carlo Auth (1926 – 2010)
Carlo Auth wuchs in der Luitpold-Apotheke, in der Rottendorfer Straße 49 auf. 1944 wurde er eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft. In den nie zugestellten Briefen seiner Mutter an den vermissten Sohn spiegelt sich das Würzburger Alltagsleben der letzten Kriegsmonate.
Elisabeth Köhler und Gerhard Schauer (Jg. 1937), Hedwig Beck (Jg. 1935)
Die Kinder des orthopädischen Schuhmachers Otto Schauer erlebten die Kriegszeit in der Dominikanergasse. Nur knapp dem Tod entronnen, halfen sie ihren Eltern beim Wiederaufbau des Hauses. Anhand stichwortartiger Tagebuchaufzeichnungen verfasste ihr Vater einen Bericht über Zerstörung, Flucht und Neuanfang in Würzburg.
Rosemarie Bienek-Pfeiffer (Jg. 1935)
Die Tochter des Papierhändlers Philipp Pfeiffer, kurz „Papier Pfeiffer“, in der Sanderstraße 4a, verbrachte die Nachkriegsjahre im Steinbachtal. Die erhaltenen Unterlagen dokumentieren Entnazifizierung, Wiederaufbau und wirtschaftlichen Neubeginn.
Wilhelmine Schwarzmann, geb. Hirschmann (Jg. 1921), Gunda Goepfert, geb. Hirschmann (Jg. 1919), Anneliese Schwarzmann (Jg. 1944)
Sie berichten über Untergang und Wiederrichtung des Gasthofs Zur Stadt Mainz, Semmelstraße 39. In Briefen von und an den Onkel in Amerika werden Sorgen und Nöte der Nachkriegszeit diesseits und jenseits des Atlantiks lebendig

