Betrunkener Geisterfahrer verursacht schweren Unfall auf A 7
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Würzburg erleben
15. März 2014

Symbolbild Würzburg
LKR. WÜRZBURG. Ein alkoholisierter Fahrer eines Transporters ist am Samstagfrüh von einem Parkplatz in falsche Richtung auf die A7 aufgefahren und bei seiner Geisterfahrt mit einem Mercedes kollidiert, der noch ausweichen wollte. Durch herumfliegende Teile wurden dabei auch andere Fahrzeuge beschädigt. Wie durch ein Wunder wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Gegen den polnischen Fahrer laufen nun Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr und Unfallflucht. Er wurde nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt.
Sturzbetrunken falsch auf die Autobahn aufgefahren
Nach den bislang geführten Ermittlungen hatte sich der 38-Jährige Mann aus Polen am Freitagabend mit einem 27-jährigen Landsmann auf einem Parkplatz der A7 bei Rottendorf getroffen und mit ihm reichlich Alkohol konsumiert. In den frühen Morgenstunden fuhren beide mit dem Fiat Ducato des 38-Jährigen los, wobei der Mann von dem Parkplatz aus in falscher Richtung auf die A 7 einfuhr. Trotz mehrerer Warnungen und dem Eingreifen seines ebenfalls stark alkoholisierten Beifahrers setzte der Beschuldigte seine Fahrt knapp zehn Kilometer fort.
Nach Crash unbeeindruckt weitergefahren
Zwischen dem Biebelrieder Kreuz und der Anschlussstelle Estenfeld kam ihm dann auf der linken Spur ein Mercedes entgegen. Der 43-jährige Mann aus Sachsen-Anhalt versuchte noch mit seinem Mercedes Vito nach rechts auszuweichen und so einen Zusammenstoß zu verhindern, kollidierte dabei aber mit einem rechts neben ihm fahrenden Sattelzug und dem Transporter des Geisterfahrers. Durch den Zusammenstoß wurde die komplette linke Fahrzeugseite des Mercedes aufgerissen. Der Sachschaden hier beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. Der Falschfahrer setzte seine Fahrt nach dem Zusammenstoß unbeeindruckt fort. Auf Grund der herumliegende Fahrzeugteile wurden zwei weitere Autos beschädigt, deren Sachschaden sich auf mehrere tausend Euro beläuft.
Festnahme auf einem Parkplatz
Im Rahmen einer Fahndung konnte eine Streife der Autobahnpolizei Schweinfurt-Werneck den Flüchtigen wenig später auf einem Parkplatz bei Unterpleichfeld stellen und beiden Insassen vorläufig festnehmen. Ein Alkotest ergab bei dem 38-Jährigen einen Wert von 1,62 Promille. Sein 27-jähriger Begleiter übertraf diesen Wert mit 1,8 Promille noch. Da zunächst nicht feststand, wer den Kleintransporter während der Falschfahrt gesteuert hatte, weil beide Männer abstritten, gefahren zu sein, ordnete die Staatsanwaltschaft für alle zwei eine Blutentnahme an.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärtete sich dann aber der Verdacht gegen den 38-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg ordnete die Zahlung einer Sicherheitsleistung im vierstelligen Eurobereich an. Anschließend wurden die beiden Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.

