Hohe Mietpreise in Unistädten: Würzburg nicht unter den Top 25!?
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Würzburg erleben
20. März 2014

Symbolbild Würzburg
Seit dem gestrigen 19. März. 2014 gibt es auf Sueddeutsche.de einen Artikel über Studentenstädte mit den höchsten Mietpreisaufkommen zu lesen. Der Artikel beruht auf einer Studie der Studitemps GmbH in Verbindung mit der Universität Maastricht, für die 19.079 Studenten aus ganz Deutschland zu ihrer Wohnsituation befragt wurden.
Die Top 25 wird, wenig überraschend, von München angeführt, mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 18,2€ sichert sich die bayerische Landeshauptstadt den 1. Rang als teuerstes Wohnpflaster. Dicht gefolgt von Stuttgart (16,28€/m2), Hamburg (15,23€/m2) und Frankfurt (14,96€/m2), was auch nicht unbedingt verwunderlich erscheint. Die Rangliste setzt sich fort bis zur Nummer 25: Leipzig ist mit 9,54€/m2 die einzige Stadt mit einem Quadratmeterpreis von unter 10€.
Wo bleibt Würzburg?
Würzburg taucht in dem Ranking nicht auf…Wenn Leipzig also die Nummer 25 der teuersten Unistädte bezüglich Quadratmeterpreisen ist, dann müsste der Quadratmeter Wohnfläche in Würzburg also günstiger sein als 9,54€. In den letzten Semestern gab es eine regelrechte Wohnungsnot unter den Studenten, viele mussten zu Beginn ihres Studiums in Notunterkünften schlafen und folglich schienen die Preise für Wohnungen und WG-Zimmer in die Höhe zu schnellen. So fragen wir uns hier in der Würzburg erleben-Redaktion, wurde Würzburg in dieser Studie vielleicht vergessen? Es scheint kaum vorstellbar, dass sich in unserer schönen Stadt so viele Mietschnäppchen befinden.
Widerspruch zu persönlichen Erfahrungen
Laut der Studie beläuft sich die durchschnittliche Warmmiete pro Student in Leipzig auf 280,56€. Von solchen Preisen träumen unser Volontär und unsere Praktikantin hier in der Redaktion und auch vielen anderen Würzburger Studenten scheint es ähnlich zu ergehen. 19.079 Studenten in ganz Deutschland wurden zu ihrer Wohnungssituation befragt. Auf den zweiten Blick erscheint das etwas wenig, denn diese Zahl auf alle Unistädte Deutschlands zu verteilen, würde wohl kaum ein repräsentatives Ergebnis ergeben. Sollte man diese Befragung also lieber nicht zu ernst nehmen?
Wie vertrauenswürdig andere Internet-Quellen zu diesem Thema sind, ist natürlich fraglich. Unsere Internetrecherche ergibt jedoch, dass der Quadratmeterpreis für Würzburger Wohnungen deutlich über dem angegebenen Leipziger Wert liegt, die Befragung dürfte deshalb mit äußerster Vorsicht zu genießen sein. Was sind eure Erfahrungen? Ist Würzburg wirklich so „günstig“?
Hier der Link zum Artikel der SZ: http://www.sueddeutsche.de/bildung/mietpreise-in-uni-staedten-wo-studenten-teuer-wohnen-1.1917320 Wenn ihr noch auf der Suche nach einer Wohnung seid, dann schaut doch mal rein: https://www.facebook.com/wohnenwue?fref=ts
///Update!///
Wir haben bei der Firma Studitemps GmbH nachgefragt und haben folgende Antwort erhalten:
Zur Info: Würzburg wurde nicht vergessen, ist von meinen Maastrichter Kollegen aufgrund einer etwas kleineren Stichprobengröße jedoch nicht mit in die publizierte Liste der 25 teuersten Hochschulstandorte aufgenommen worden. Dennoch können Sie mit dem Wert gut arbeiten, er ist statistisch aussagekräftig.
Trotz 20.000 Teilnehmern deutschlandweit, kann es vorkommen, dass wir für Städte zwar Daten erhalten, diese aber aufgrund der geringen Zahl der Antworten nicht signifikant genug sind.
Scheinbar wurden in der Studie kurzerhand alle Städte herausgestrichen, deren Stichprobengröße zu klein ausfiel. Würzburg erreicht in der Befragung einen Quadratmeterpreis von 13,23€ und wäre daher deutlich teurer als beispielsweise Leipzig, wurde aber, wie viele andere Städte, wegen zu weniger Teilnehmer nicht berücksichtigt – ein repräsentatives Ergebnis sieht anders aus!

