Katholische Akademie Domschule: Akademievormittag und Literaturabend
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Würzburg erleben
24. März 2014

Symbolbild Würzburg
Die Katholische Akademie Domschule möchte gern auf zwei Akademieveranstaltungen aus dem Themenfeld „Kultur und Gesellschaft“ hinweisen:
„Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“
Am Samstag, 5. April 2014, findet von 10.00-13.00 Uhr ein Akademievormittag in Kooperation mit dem Mainfranken Theater Würzburg zu religiösen Aspekten in Richard Strauss’ Oper „Salome“ statt. Unter dem Titel „Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“ diskutieren der Regisseur der Würzburger Inszenierung Alexander von Pfeil und der Kölner Dozent für Biblische Theologie, Dr. Olaf Rölver, aus ihrer jeweiligen Perspektive. Hierzu zählen u.a. das Verhältnis der Religionen zueinander sowie insbesondere zum Judentum. In diesem Zusammenhang rückt auch die Frage nach Jesus als dem Messias ins Blickfeld. Außerdem bietet auch die, in dem Drama auftretende Figur Johannes des Täufers und schließlich dessen Enthauptung reichlich Anlass zur Debatte.
Ort: Juliusspital Würzburg, Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit, Juliuspromenade 19, 97070 Würzburg
Kosten: 10,- € einschl. Kaffee/Tee/Gebäck, ermäßigt 8,- €
„Lauter Lob und lauter Tadel“
Am Donnerstag, 15. Mai 2014, ist von 18.00 – 21.00 Uhr wieder eine Würzburger Weinstube der Veranstaltungsort für einen Literaturabend der Akademie. Mit dem Titel „Lauter Lob und lauter Tadel“ wird die Literaturkritik in Deutschland näher in den Blick genommen. Trotz ihres problematischen Rufs und ihrer bisweilen bei den Autoren und Autorinnen gefürchteten berühmt-berüchtigten Vertreterinnen und Vertreter übt die Literaturkritik eine überaus wichtige Rolle im öffentlichen Literatur- und Kulturbetrieb aus. Sie vermag es durch ihr Lob, Texte hinauf in den Kanon der „Hochliteratur“ zu heben – sie ist im Gegenzug in Form des gefürchteten Verrisses aber auch in der Lage, Texte und ihre Autorinnen und Autoren in den Abgrund des literarischen Schunds und der Belanglosigkeit zu befördern. Ob ein Buch – auch kommerziell – erfolgreich oder ein Flop wird, entscheidet sich noch immer maßgeblich über die vermittelnde Rolle und Funktion der Literaturkritik in den großen Feuilletons.
Anlässlich des Todes des letzten großen deutschen „Kritikerpapstes“ Marcel Reich-Ranicki soll gemeinsam die streitbar-strittige Rolle des Literaturkritikers bzw. der Literaturkritikerin reflektiert werden und dabei legendäre Lobreden und nicht minder legendär folgenreiche Verrisse, u.a. des prominenten Kritikers Reich-Ranicki, gemeinsam betrachtet und diskutiert werden. Im Vordergrund des gemeinsamen Rundgangs durch Geschichte und Gegenwart der Literaturkritik soll dabei durchaus die Kunst und Kunstfertigkeit des Verrisses – der gezielten Demontage eines Textes – und dessen oft verblüffender sprachlicher Originalität und „Treffsicherheit“ stehen.
Ort: Weinlokal Sophienbäck, Sophienstraße 6, 97072 Würzburg
Leitung: Dr. Isabel Fraas, Dozentin für Literaturwissenschaft an der Universität Würzburg
Kosten: 8,- €, ermäßigt 5,- € zzgl. Kosten für das Abendessen

