Crystal-Speed: Größter Fund Unterfrankens vor Gericht
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Würzburg erleben
25. März 2014

Symbolbild Würzburg
WÜRZBURG. Es ist bislang der größte Fall in Unterfranken und gehört zweifelsfrei zu den größten in ganz Bayern. Wegen der Beihilfe zur unerlaubten Einfuhr von und wegen unerlaubten Handeltreibens mit rund 3,5 Kilogramm der Modedroge „Crystal Speed“ ist ein 48-jähriger Mann am Montag von der 5. Strafkammer des Würzburger Landgerichts zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Mittäter bereits zu langen Haftstrafen verurteilt
Der Mann hatte nach einer Absprache zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht ein Geständnis abgelegt. Seine beiden Mittäter wurden bereits zu Strafen zwischen 8 und 10 Jahren verurteilt. Zu Gunsten des Angeklagten wurde unter anderem gewertet, dass es sich um ein komplett von der Kriminalpolizei überwachtes Geschäft handelte. Die Drogenfahnder „haben darauf hingewirkt, dass das Geschäft zustande kommt“, betonte der Vorsitzende. Deshalb erwartete die drei Täter, die die gefährliche Droge im Wert von rund 90.000 Euro aus Polen einführten, auf einem Parkplatz der A7 bei Erbshausen am 19. März 2013 auch keine potenziellen Abnehmer, sondern ein Spezialeinsatzkommando der Polizei.
Die Drogen kamen so nicht auf den Markt. Der Angeklagte, dem nach eigenen Angaben als Gegenleistung für die Dealertätigkeit die regelmäßige Versorgung mit Amphetamin versprochen wurde, sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Text von unserem Gerichtsreporter Patrick Wötzel


