What? Securities auf der Mainbrücke?

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Würzburg erleben

4. April 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Securities auf der Mainbrücke

Wieder einmal haben uns unsere Fans auf eine Neuigkeit aus der Innenstadt aufmerksam gemacht: Seit einigen Tagen patrouillieren bei schönem Wetter und regem Besucherandrang Securities auf der Alten Mainbrücke. Wir haben bei der Stadt Würzburg nachgefragt, was es mit der „Disco-Gang“, wie einer unserer Fans die Aufseher bezeichnete, auf sich hätte.

Abkommen von Stadt und Gastronomie

Die Einstellung von Sicherheitspersonal sei in gemeinsamer Absprache zwischen der Stadt und den anliegenden Gastronomen erfolgt. Auf der Alten Mainbrücke kommt es zum Aufeinandertreffen von mehreren Interessengruppen, vom Radfahrer bis zum Brückenschoppentrinker, und all diese müssen unter einen Hut gebracht werden. Zum einen sollen die Securities dafür Sorge tragen, dass stets eine Gasse für Fussgänger und besonders Rollstuhlfahrer oder Personen mit Rollatoren frei ist. Zum anderen soll die Sicherheitsproblematik in den Griff bekommen werden.

Da unter der Alten Mainbrücke ein Verkehrsweg verläuft, ist man sowohl auf die Sicherheit der Menschen auf der Brücke, als auch die der Autofahrer unten, bedacht. Leute die sich auf das Geländer der Brücke setzen sollen also genauso ermahnt werden, wie die Leute, die Gläser auf dem Geländer abstellen. Sowohl herunterfallende Menschen als auch Gläser sollen vermieden werden.

Securities haben keine Zwangsbefugnisse

Klingt logisch, ob aber das Sicherheitspersonal darauf so viel Einfluss nehmen kann ist fraglich. Fest steht aber, das Sicherheitspersonal hat keine Zwangsbefugnisse, sie sollen schlichtweg sensibilisieren. Sie dürfen die Leute darauf hinweisen, dass sie bitte etwas aus dem Weg gehen, sich nicht auf das Geländer setzen oder keine Weingläser auf dem Geländer abstellen sollen. Sie dürfen diese Maßnahmen aber nicht durchsetzen oder Strafen verteilen. Die Securities wollen also im Namen der Gastronomen an die Vernunft der Passanten appellieren. Ob sie das idyllische Bild stören, muss Frau/Mann für sich selbst entscheiden. Sicherheit steht dabei an erster Stelle und Stadt und Gastronomie scheinen zum jetzigen Zeitpunkt keinen anderen Weg zu sehen, als Sicherheitspersonal einzustellen.

Eine weitere Maßnahme wird die Aufstellung eines Schildes sein, welches Fahrradfahrer zum Absteigen auf Brücke animieren soll. Auch diese Maßnahme geschieht auf freiwilliger Basis, mit Bußgeldern muss keiner, der das Schild ignoriert, rechnen. Der Großteil der Radfahrer steigt, laut Stadt, ohnehin vom Fahrrad, und alle anderen sollen das Schild wenigsten gesehen haben. Es geht vor allem daran, dass alle Interessensgemeinschaften auf einen gemeinsamen Nenner kommen und aufeinander Rücksicht nehmen.

Bisherige Maßnahmen halfen nichts

Es gab auch in der Vergangenheit schon Maßnahmen, die Leute auf die Sicherheitsproblematik aufmerksam zu machen. Im vorigen Jahr beispielsweise gab es eine Flugblätteraktion, die Aufmerksamkeit erregen sollte. Geholfen hat das damals angeblich nichts und deshalb jetzt die verschärfte Aktion mit dem Sicherheitspersonal.

Die Aktion, Sicherheitspersonal wie in Clubs und Diskotheken auf der Alten Mainbrücke herumlaufen zu lassen, scheint vielleicht eigenartig und unangebracht. Nichtsdestotrotz wollen alle Beteiligten bestimmt nur eines, ein sicheres Miteinander.

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