Löwen gegen Kickers: Fanausschreitung in München
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Würzburg erleben
8. April 2014

Symbolbild Würzburg
Die Münchener Abendzeitung berichtete am Wochenende über eine Ausschreitung zwischen Anhängern der Fussballvereine Würzburger Kickers und TSV 1860 München II, die zum Auswärtsspiel zu den Löwen in die Landeshauptstadt gereist waren. Dabei wurde ein Münchner 20-Jähriger so schwer am Kopf verletzt, dass er mit einem Schädelhirntrauma ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Er schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
Obgleich die Berichterstattung aus Münchener, Würzburger Medien und dem Polizeibericht leicht abweichen, ist wohl eines klar. Gewalt hat im Fußball nichts suchen. Das bekräftigt auch Vorstandsvorsitzender der Würzburger Kickers Michael Schlagbauer: „“Es ist eine ganz wichtig Aufgabe, die Gewalt aus dem Fussball und seinem Umfeld freizuhalten“. Der Verein distanziert sich von derartigen Fans und berät derzeit über ein Stadionverbot.
Verletzter schwebt nicht in Lebensgefahr
Am Candidplatz im Münchener Stadtteil Giesing, in der sich auch die Heimstätte der Löwen befindet, kam es am Samstag vor dem Spiel zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen je 30 Fans beider Lager. Die Gruppen gerieten in eine Schlägerei, in der nach Berichten der AZ ein 20-jähriger Münchener ein offenes Schädelhirntrauma erlitt.
Die Gruppe der Löwen-Fans verabredete sich noch vor Anpfiff der Regionalligabegegnung an der U-Bahnstelle Candidplatz und traf dort etwa 40 Minuten vor Beginn der Partie auf die Fans der gegnerischen Mannschaft. Warum die Lage bereits nach kurzer Zeit eskalierte, geht weder aus dem Polizeibericht noch der Berichterstattung der Medien hervor. Fakt ist, dass ein 23-jähriger Würzburger Koch einen 20-jährigen Mann mit einem Faustschlag gegen dessen Kopf attackierte. Als Revanche eines 60er-Fans für einen Studenten aus Würzburg gab es seine Gürtelschnalle gegen den Kopf. Daraufhin schlug der Student ebenfalls auf den bereits am Boden liegenden Münchener ein, der schwere Kopfverletzungen erlitt, jedoch nicht in Lebensgefahr schwebt.
Kickers Fans festgenommen
Die beiden Anhänger der Kickers wurden von der Polizei festgenommen, die zwischen die beiden verfeindeten Lager ging und die Schläger abdrängen konnte. Einer der Beamten wurde dabei leicht verletzt. Die beiden Würzburger wurden mit auf das Präsidium genommen, laut der Main Post aber am gleichen Abend wieder freigelassen.
Angreifer bereits einschlägig bekannt
Die Abendzeitung schreibt weiters, dass sowohl die beiden Würzburger Anhänger, als auch das Münchener Opfer in der gewalttätigen Fussballszene keine Unbekannten seien. Gegen den 23-jährigen Koch und den 28-jährigen Studenten wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Randale der Löwen beim Hinspiel
Im März vergangenen Jahres fielen die 60er-„Fans“ beim Hinspiel gegen die Kickers so negativ auf, dass die Polizei mit Pfefferspray gegen die Münchener vorgehen mussten, also diese randalierend durch die Innenstadt zogen und letztlich mit der Polizei aneinander gerieten. Eine offizielle Entschuldigung des Vereins folgte prompt.

