Erste Fachtagung von AGFK und ADFC in Würzburg
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Würzburg erleben
14. April 2014

Symbolbild Würzburg
Lebenswerte Städte für bewegte Lebensstile
„Es ist eine große Wertschätzung für den Radverkehr, dass die erste Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen AGFK und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC Bayern hier in Würzburg stattfinden konnte“, sagte Armin Falkenhein, Landesvorsitzender des ADFC am Ende der Fachtagung Radverkehr. „Wir erkennen die großen Anstrengungen an, die Würzburg für den Radverkehr unternimmt“, fügte er hinzu. Über 100 Personen, PlanerInnen, VertreterInnen aus Politik und Fahrradverbänden sowie Fachleute aus ganz Bayern trafen sich in Würzburg, um Trends in der Radverkehrsinfrastruktur zu beleuchten und Möglichkeiten zur Umsetzung zu diskutieren. Veranstaltet hatten die Tagung AGFK und ADFC, die Stadt Würzburg hatte sich im vergangenen Jahr als Tagungsstandort beworben. Oberbürgermeister Christian Schuchardt eröffnete die Veranstaltung.
Mit der Entwicklung von Radachsen, die Stadtteile und Höhenzüge verbinde, befinde sich Würzburg auf einem guten Weg, sagte der Oberbürgermeister in seinem Grußwort. Würzburg sei sich bewusst, dass das neue Radwegekonzept auf bestehenden Planungen überarbeitet und noch besser vernetzt werden müsse. Doch die Stadt Würzburg unternimmt große Anstrengungen, um sich den erhöhten Anforderungen des Radverkehrs zu stellen und in die AGFK aufgenommen zu werden. So wurden im Haushalt 2014 über 500.000 Euro für den Radverkehr bereitgestellt. Der Radverkehrsbeirat und der Stadtrat hatten bereits in den vergangenen Jahren über die Errichtung der Radachsen beraten. Ziel der Radachsen ist es, die Innenstadt zu umfahren zur Entlastung der Fußgängerzonen und der Anschluss an die umliegenden Gemeinden bzw. sogar überregional an das Bayernnetz. Natürlich sollen diese Achsen aber auch innerhalb des Stadtgebiets vernetzt werden. Die Radachse 1 soll eine durchgehende Verbindung vom Hubland über die Sanderau bis in die Innenstadt bieten, erste bauliche Veränderungen sind bereits erfolgt.
„Engagierte Aufnahme des Themas“
Bei der Pressekonferenz der Fachtagung betonte Thomas Neubauer, Geschäftsführer der AGFK, die „engagierte Aufnahme des Themas Radverkehr in Würzburg“ und wies darauf hin, dass ein gelungenes Radwegenetz nicht aus dem Hut gezaubert werden könne: „Es muss nicht alles bis auf den letzten Meter durchgeplant sein, sondern Schwierigkeiten können dann gelöst werden, wenn sie auftauchen.“ Gert Wassenaar vom ADFC Nürnberg berichtete vom Radschnellwegenetz in Nürnberg und Ineke Spapé von schnellen Lösungsansätzen aus Holland. „Für Würzburg nehme ich auch mit“, kommentierte Baureferent Professor Christian Baumgart, „dass wir hier wohl gute Ansatzpunkte haben, aber noch kein geschlossenes System und ich finde es sehr ermutigend aus Holland zu hören: Nicht zu lange diskutieren, sondern anfangen. Auch kleine Fortschritte sind Fortschritte auf dem richtigen Weg.“
Zur Aufnahme in die AGFK gilt es noch weitere Aufgabenfelder zu erfüllen. In einer Vorbereisung im April 2013 gaben Mitglieder der AGFK der Stadt Empfehlungen. Diese gilt es in den nächsten Jahren Stück für Stück abzuarbeiten. An der Erarbeitung eines kompletten Radwegekonzeptes sollen auch die Bürger mit ihren Erfahrungen teilnehmen. Neben der Optimierung des Fahrradnetzes in der Stadt sollen jedoch auch die Nachbargemeinden angebunden werden, um den Berufsfahrradverkehr zu erhöhen.

