Hört beim Geld die Liebe auf?
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Würzburg erleben
14. April 2014

Symbolbild Würzburg
Von Geld und Götzen – kontrovers
Am 14. April 2014 um 19.30 Uhr lädt das Mainfranken Theater Würzburg erneut dazu ein, sich im Rahmen der Diskussionsreihe „Von Geld und Götzen – kontrovers“ mit dem Spielzeitschwerpunkt auseinanderzusetzen. Als Experte ist dieses Mal Prof. Rolf Haubl (Universität Frankfurt/Main) zugegen, der sich diesem Thema aus psychologischer Sicht nähert. Er beschäftigt sich daher mit der Frage: „Hört beim Geld die Liebe auf und verdirbt es den Charakter?“.
Geld greift in Gefühlshaushalt ein
Wir leben in einer monetarisierten Gesellschaft. Um unser alltagsökonomisches Handeln angemessen zu verstehen, sind Vorstellungen, wie sie von Wirtschaftswissenschaftlern entwickelt werden, keine große Hilfe, da es den von ihnen unterstellten Homo oeconomicus lebensweltlich nicht gibt. Denn wir erleben und gebrauchen Geld immer auch als ein Symbol, in dem die ökonomische Bedeutung mit einer mehr oder weniger bewussten psychosozialen Bedeutung konfundiert ist. In der Art und Weise wie wir mit Geld umgehen, kommt unsere Persönlichkeit mit allen unbewältigten lebensgeschichtlichen Traumata und Konflikten zum Ausdruck. Und deshalb lässt es uns nicht kalt, ganz gleich, wie viel uns davon zur Verfügung steht.
Geld greift tief in unseren Gefühlshaushalt ein – wie es diese Macht gewinnt, will der Vortrag von Prof. Haubl zur Diskussion stellen.
Haubl ist Psychologe, Germanist, Gruppenanalytiker und als Geschäftsführender Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/Main tätig. In seinen Forschungen konzentriert er sich auf Sozialisationstheorie, Zivilisation der Affekte (insbesondere Neid), Symbol- und Medientheorie, Gruppensoziologie und Gruppenzugehörigkeit, Ich-Identität und Prozessdynamik (gewalttätiger) Gruppenkonflikte. Nach dem Studium in Gießen als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes lehrte und forschte Haubl an der Universität Augsburg und an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München.
Spielzeit 13/14: nicht nur künstlerisch
Die Spielzeit 2013/2014 steht unter dem Motto Von Geld und Götzen. Das Dreispartenhaus beschäftigt sich diesem Thema jedoch nicht nur künstlerisch, sondern hat hochkarätige Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kirche und Kultur eingeladen, ihre Perspektiven auf diesen Themenkomplex darzulegen. Jede Veranstaltung wird vom Bürgerchor künstlerisch begleitet.
Karten sind zum Preis von 7,00 Euro (ermäßigt 5,00 Euro) erhältlich.

