Social Cannabis Club: Marijuana-Petition in vollem Gange
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Würzburg erleben
16. April 2014

Symbolbild Würzburg
5.000 Stimmen in zwei Monaten!?
Vor kurzem haben wir über verschiedene Organisationen, die sich für die Legalisierung von Marijuana einsetzen, berichtet. Besonderes Aufsehen hat dabei die Facebook-Seite des „Social Cannabis Club“ erregt. Die Aktion hat scheinbar viele Fans angesprochen, die Likezahlen haben sich seit dem Artikel etwa versiebenfacht. Damit ist der die Würzburger Seite zum größten Auftritt dieser Art in ganz Deutschland geworden.
Nun soll der Druck auf die Gesellschaft und die Volksvertreter erhöhen und zwar in Form einer Online-Petition. Die Aktion wendet sich direkt an OB Christian Schuchardt. Die Petition läuft erst 2 Tage und doch haben schon 166 Personen „unterschrieben“, bis zum Ziel von 5.000 Unterstützern dauert es aber noch eine Weile. Doch die Zeit ist noch längst nicht abgelaufen, wenn ihr die Aktion unterstützen wollt habt ihr noch 59 Tage zeit.
Wer nun denkt, diese Facebook-Organisation und die Online-Petition seien Scherze pubertierender Jugendlicher, der irrt. Die Urheber der Petition, unseren Informationen nach die Jungen Piraten die Piraten Unterfrankens, haben sich sichtlich Gedanken über ein Konzept des geregelten Cannabiskonsums gemacht. Inwiefern sich so etwas durchzusetzen vermag oder nicht, bleibt abzuwarten.
Soziales Kiffen in Würzburg
Der „Social Cannabis Club Würzburg“ hat sich noch nicht gegründet, denn das wäre (noch) illegal, aber würde das gerne in absehbarer Zeit machen. Dieses Konzept erfordert aber natürlich die Zustimmung höherer politischer Mächte. Ein „Modellversuch zur Abgabe von Cannabis zur medizinischen Nutzung und als Genussmittel“ soll konzipiert und die entsprechende Ausnahmegenehmigung beantragt werden.
Nach dem Konzept der Organisatoren, könnte jeder Einwohner ab 18 Jahren Mitglied in dem „Social Cannabis Club“ werden. Der Konsum würde auf 1 Gramm pro Tag beschränkt werden, der Besitz außerhalb der Clubräumlichkeiten dürfte 6 Gramm nicht überschreiten. Anbau, Ernte etc. erfolgen durch die Mitglieder, die bei Zuwiderhandlung sofort ausgeschlossen würden. Das passiert bei Handel und der Abgabe an Dritte (insbesondere Minderjährige), diese Handlungen bleiben weiterhin illegal. Qualität, Sicherheit, Wirkstoffgehalt, etc. würden streng kontrolliert werden. Desweiteren sollen Präventions-, Informations-, Hilfsangebote und ähnliches angeboten werden. Auch dem Konsum auf ärztliche Empfehlung sollen die Weichen gestellt werden.
Den Befürwortern ist es vor allem wichtig, das Modell so zu konzipieren, dass den potentiellen Clubmitgliedern keine Nachteile, vor allem in strafrechtlicher Hinsicht, entstehen.

