Zu viele Dreier des MBC – s.Oliver Baskets verlieren 73:89

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Würzburg erleben

17. April 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Im vorletzten Heimspiel der s.Oliver Baskets in der  Turnhölle ging es gegen den Mitteldeutschen Basketball Club. Während die Würzburger nicht tiefer im Abstiegskampf sein könnten, ging es für die Weißenfelser darum, Punkte für den Einzug in die Play-offs zu sammeln.

Unglaubliche Dreierquote der Gegner

In den ersten Minuten schien die Konzentration und Entschlossenheit vom Aufwärmen ins Spiel übertragen werden  zu können. Doch der MBC spielte gegen die anfänglich sehr konzentrierte Verteidigung  geduldig,  abgeklärt, konsequent und wurde mit einer unglaublichen Wurfquote jenseits der Dreilinie (6 von 9) belohnt.  Im ersten Viertel hätte man es noch Wurfglück nennen können. 

Das fehlte den Baskets gänzlich. Hinzu kamen ungeschickte Entscheidungen, die in Fehlpässen, schwierigen Würfen und Schrittfehlern mündeten. Nach dem Stand von 4:16 nahm Coach Koch die überfällige Auszeit. Captain McNaughton folgte wohl den Worten des Coachs und traf prompt 4 Punkte in Folge. Erfreulich war zu dieser Zeit, dass sich Trainer Koch auch den Mut nahm, frühzeitig den Youngstar Max Ugrai einzuwechseln. Der Endstadt des ersten Viertels war mit 15:26 trotzdem besorgniserregend.

Nur noch 8 Punkte

Nach der zweiminütgen Viertelpause war es vor allem Boone, der wühlte, tankte und punktete. 8 Punkte, davon zwei krachende Dunks verbuchte er nach kurzer Zeit. Spoden wurde von Koch ebenfalls  verhältnismäßig früh in die Partie eingewechselt und belohnte das Vertrauen mit einem erfolgreichem Dreier. Drei Minuten vor Schluss kämpfte man sich mit einer geschlossenen Teamleistung auf einen 10-Punkte-Rückstand heran.  Am Ende des Viertels war man dank Sommerville, Stuckey und Waters wieder am Gegner mit 41:49 dran.

Obwohl in diesem Viertel die Würzburger die klar bessere Mannschaft waren, verdankten die Weißenfelser ihre Pausenführung der 47-prozentigen Dreiquote (8 von 14) und 20 Rebounds. Letztes zeigte klar, wer Herr unter den Körben war.

Zu schwach bei den Rebounds

Das dritte Viertel wurde von hartem und eher unschönem Basketball mit wenigen Punkten bestimmt. Zwar startete Würzburg eindrucksvoll mit einem Dunking von Boone, aber der MBC traf munter weiter seine Drei-Punktewürfe. Dass Würzburg den Abstand von nur 10 Punkten nach einem Dreier von Waters nicht weiter verkürzen konnte, lag es vor allem, an der eklatanten Reboundschwäche der Gastgeber. 13 Offense von insgesamt 28 Rebounds der Weißenfelser bescheren den Gästen zu viele Chancen, um nach einem Fehlwurf doch noch zu punkten. Das dritte Viertel endete – wie könnte es auch anders sein – mit dem 12. erfolgreichen Dreier (48 %) für Weißenfels zum 57:69.

Trotz Kampf keine Aufholjagd

Viele kleine Fehler hinderten die Würzburger daran, den Abstand auf weniger als 10 Punkte zu verkleinern. Am Kampfgeist lag es eigentlich nicht, aber vielleicht war man dann doch immer wenige Zentimeter zu weit vom Gegner weg, als der zum Distanzwurf ansetze. Denn der MBC hörte einfach nicht auf, seine Dreier zu treffen. 13 von 29 (45 %).  Fünf Minuten vor Schluss galt es also einen Rückstand von 15 Punkten aufzuholen. Kochs Auszeit 1:13 Minuten vor Ende der Partie bei einem Rückstand von 16 Punkten endete nicht in einem Basketballwunder, sondern in einer  73:89 Niederlage.

Am prinzipiellen Kampf der Mannschaft war es nicht gelegen. Positiv aufgefallen war Jason Boone, der mit 23 Punkten zu einst gekannter Stärke zurückfand. Wer allerdings 14 Offensive Rebounds und dadurch viele sogenannte Second Chance Punkte zulässt, der muss sich trotz Kampf Kritik gefallen lassen, vor allem wenn die Chancen aus dem Nachfassen mit der Wurfquote von 44 % und 14 Dreier (42 der 89 Punkte des MBC) betraft wird.

Da heute der direkte Abstiegskonkurrenten aus Tübingen gegen den Letztplatzierten aus Vechta im etwas später angesetzten Match spielt und eine gute Chance auf einen Sieg hat, sind die Baskets heute eher einen Schritt Richtung Abstieg gewandert als sich einen Platz in der ersten Bundesliga zu bewahren.  

Alle Bilder des Abends hier.

Update: Da hat uns Vechta Lügen gestraft. Aus Sicht der Baskets glücklich, konnte der Tabellen letzt sein Heimspiel gegen den Abstiegskonkurrenten aus Tübingen ein 109:66 Sieg verbuchen. Würzburg bleibt somit auf dem 16. Platz. Der Abstieg ist damit aber noch lange nicht abgewendet.

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