Kickers finanziell für den Aufstieg gerüstet

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Würzburg erleben

29. April 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Kickers bestätigen die Zusage von 1,2 Millionen Euro Sponsorengelder 

Die Würzburger Kickers haben es geschafft: Das 3×3-Projekt geht in die nächste Runde. Insgesamt wurden 3 x 1,2 Millionen Euro von Sponsoren und aus Dauerkartenverkäufen gesammelt, um den finanziellen Grundstock für den geplanten Aufstieg in die 3. Liga innerhalb der nächsten drei Jahre zu legen. Über 50 Unternehmen aus der Region sind bereits als Partner an Bord, weitere folgen, so Kickers-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Schlagbauer auf der Kickers-Mitgliederversammlung am gestrigen Abend.

VIP-Tickets finden großen Anklang

Schlagbauer bezeichnete das „Jetzt oder nie“-Vorhaben als „einmaliges Projekt in Deutschland“ und zeigte sich über das Feedback der Würzburger begeistert. 250 Dauerkarten konnten bisher verkauft werden. Vor allem die „VIP-Tickets“ – die Dauerkarte mit der Möglichkeit zum Netzwerken inkl. Verköstigung im Fußballumfeld – fand besonderen Anklang. In den nächsten Wochen will man sich verstärkt auf den Verkauf der 3×3 Dauerkarte konzentrieren.

Ein einmaliges Projekt in Deutschland – Michael Schlagbauer

Mit dieser Saisonkarte können die Zuschauer für die nächsten drei Jahre zu einem Preis von unter 7 Euro jedes Heimspiel besuchen – und das auch dann, wenn man in der übernächsten Spielzeit schon in der 3. Liga spielen sollte. Schlagbauer bedankte sich bei dem großen Team von Helfern, die alle ihren Anteil am bisherigen Erfolg hatten und das Projekt zukünftig erfolgreich weiter begleiten werden.

Tradition wird gesichert – Profisport ausgegliedert

Zur dauerhaften Sicherung des finanziellen Konzepts wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, den kompletten Spielbetrieb der 1. Mannschaft in eine Aktiengesellschaft auszugliedern. Die hierzu notwendige Satzungsänderung wurde von den etwa 70 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig beschlossen. Fremdinvestoren sind nicht zugelassen. Die unverkäuflichen Anteile gehören zu 100 % dem Verein und können nicht gehandelt werden.

Die Ausgliederung wurde gewählt, um einerseits den Vorschriften des DFB zu genügen, andererseits die Gemeinnützigkeit des Fußballklubs zu wahren und etwaige – finanzielle – Risiken vom Hauptverein fernzuhalten, so Schlagbauer. Dabei bleiben alle anderen Mannschaften sowie sämtliche Vermögensgegenstände im Verein erhalten. Zuschüsse der Stadt, Förderungen, Spenden der Mitglieder oder an den Hauptverein gebundene Sponsorings werden somit nicht in die neue Gesellschaftsform mitgenommen.

Feierlicher Abschluss und kommende Aufgaben

Die Macher um den frisch entlasteten Vorstandsvorsitzenden Michael Schlagbauer wissen, daß mit dem Erfolg dieser ersten Etappe der richtige Startschuss erst jetzt gefallen ist. Dazu gehören u. a. Umbauten und Renovierungen der Anlagen, die Installation eines Flutlichts sowie wie die Verbesserung der Beschallung in der flyeralarm Arena. Auf lange Sicht muss es zudem neue Büroräume und Trainingsmöglichkeiten geben.

Sportliches Konzept und Spielertransfers

Zur Ausrichtung der 1. Mannschaft und über das sportliche Konzept des Trainers wurde auf der Mitgliederversammlung keine Auskunft gegeben. Zwar war Bernd Hollerbach am Abend vor Ort, beschränkte aber seine Anwesenheit auf das Stimmrecht, das er als ordentliches Mitglieder der Kickers wahrnahm.
Nach Abstimmung mit ihm und den restlichen Projektmitgliedern wird in den nächsten Tagen eine Einladung zur ersten Pressekonferenz mit sportlichem Fokus ergehen.

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