Training für den Ernstfall

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Würzburg erleben

3. Mai 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Einen kleinen Einblick

Schön, dass es so viele ehrenamtlich Helfer gibt, die in Ihrer Freizeit trainieren und sich fortbilden um anderen zu helfen. Um einmal zu zeigen wie viel Spass die Arbeit mit den Feuerwehrkameraden machen kann und wie umfangreich die Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, könnt Ihr Euch hier einen kleinen Eindruck der Ausbildung verschaffen. Dirk Wiesner von der Kreisbrandinspektion Würzburg-Land,  war so freundlich und hat uns Berichte und Bilder von zwei Lehrgängen zu Verfügung gestellt.

Übrigens: Die Freiwillige Feuerwehr ist immer auf der Suche nach Unterstützung und freut sich immer über Helfer. Wer Interesse hat, kann sich unter www.ich-will-zur-feuerwehr.de einen Überblick über die Aufgaben bei der Feuerwehr manchen.

Atemschutzlehrgang 

Insgesamt sechzehn Mitglieder der Feuerwehren aus Rimpar, Veitshöchheim, Gerbrunn, Güntersleben, Thüngersheim und Gramschatz ließen sich in den vergangenen Wochen vom 10. bis 28. März 2014 im Rahmen eines Standortlehrgangs, angeboten vom Fachbereich Atemschutz der Freiwilligen Feuerwehr Landkreis Würzburg, zum Atemschutzgeräteträger ausbilden. In rund 30 Stunden erfuhren Sie Alles, was als Rüstzeug für die weitere Laufbahn als Atemschutzgeräteträger nötig ist.

Grundlagen lernen

Historische Aspekte wurden von Lehrgangsleiter Kreisbrandmeister André Ziegler ebenso angesprochen, wie der grundlegende Aufbau, Funktion und Handhabung der Atemschutzgeräte. Gegen welche Stoffe schützt das Gerät und wie lassen sich Atemschutzgeräte einteilen. Weitere Themen waren Einsatzgrundsätze und Gefahren der Einsatzstelle, sowie das Vorgehen im Innenangriff bei Flashover-Gefahr.

Prüfung in Praxis und Theorie

Den „Feuerwehr-Azubis“ wurde in der Praxis einiges abverlangt. Bei den Gewöhnungs- und Belastungsübungen im Echterturm des Rimparer Grumbachschlosses und der Atemschutzübungsstrecke der Staatl. Feuerwehrschule Würzburg kamen alle Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen.

Eine bestandene Abschlussprüfung, bestehend aus einer praktischen Übung in der Feuerwehrschule Würzburg, sowie einem 50 Fragen umfassenden Prüfungsbogen, machte Teilnehmer zu „frisch gebackenen“ Atemschutzgeräteträgern.

Truppenführerlehrgang

Mit der Teilnahme am Truppmann-Lehrgang mit anschließender zweijähriger Standortschulung erlangten fünfzehn Feuerwehrkameraden der Feuerwehren aus Oberpleichfeld, Rimpar und Lindelbach die Voraussetzungen, am Truppführerlehrgang teilzunehmen. Diese Feuerwehr-Grundausbildung nach Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 2 ist Voraussetzung für weitere Führungslehrgänge, wie Gruppen- oder Zugführer an den staatlichen Feuerwehrschulen.

Für den Ernstfall vorbereitet

An einigen Samstagen und Abendterminen im März und April trafen sich die fünfzehn Feuerwehrkameraden in den Feuerwehrhäusern Veitshöchheim, Güntersleben, Rottendorf und Oberpleichfeld, um in insgesamt ca. 35 Stunden  in den Grundlagen des Feuerwehrwesens ausgebildet zu werden. Dazu gehören neben den rechtlichen Grundlagen, Gefahren an der Einsatzstelle, Grundbegriffe des „Brennen und Löschen“ auch das Vorgehen im Einsatzfall im Brandeinsatz oder der technischen Hilfe nach FwDV 3 sowie eine intensive Fahrzeug- und Geräteschulung.

Praktische Prüfung: Scheunenbrand 

Zur Abschlussprüfung traf man sich am Gründonnerstag im Rimparer Feuerwehrhaus. Neben einer theoretischen Prüfung, musste von den Teilnehmern als praktische Prüfung ein Löschangriff bewältigt werden. Angenommen wurde hier ein Brand in einer Scheune, wodurch ein Innenangriff unter Atemschutz und ein Außenangriff über Leitern aufgebaut werden musste. Als Übungsobjekt diente das Bauhoflager in der Bachgasse, wo schon auf der Anfahrt aufgrund der räumlichen Enge ganzer Einsatz gefordert war.

Kreisbrandinspektor Michael Reitzenstein und Lehrgangsleiter Kreisbrandmeister Mathias Olbrich dankten den Teilnehmern für ihre engagierte, kooperative Mitarbeit und gratulierten zum bestandenen Lehrgang. Sie dankten den Ausbildern aus den Feuerwehren ohne die der Lehrgang nicht hätte stattfinden können, sowie den Feuerwehren, die Räumlichkeiten und Geräte zur Verfügung gestellt hatten und für die Versorgung der Teilnehmer gesorgt hatten.

Text & Fotos: Dirk Wiesner, Öffentlichkeitsarbeit Kreisbrandinspektion Würzburg-Land

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