Was ist eigentlich der Montagsspaziergang?
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Würzburg erleben
5. Mai 2014

Symbolbild Würzburg
„Für eine nachhaltige Politik und Lebensweise“
Jeden Montag findet in Würzburg der Montagsspaziergang statt. Das ist so und darüber berichten wir heute. Da in unserer kleinen, aber feinen Redaktion aber glatt die Hälfte nicht wusste, was denn eigentlich der Würzburger Montagsspaziergang ist und es Euch da draußen vielleicht genauso geht, soll hier erst einmal eine kurze Übersicht gegeben werden.
Der Würzburger Montagsspaziergang ist eine Bürgerbewegung, die ein Zeichen für die „guten Dinge“ im Land setzen will. Für die Demokratie, die Meinungs- und Religionsfreiheit, für die Solidarität und die Menschlichkeit und noch vieles andere mehr. Die Initiative ist der Meinung, dass die Entwicklung unter der aktuellen Regierung in eine Sackgasse führt und diese Überzeugung soll auf eine friedliche und nachdrückliche Weise deutlich gemacht werden. Diese Initiative ist privat und hat keinen parteipolitischen Hintergrund.
Deutlich gemacht wird dies eben durch einen Spaziergang, der jeden Montag unter einem anderen Thema steht. Dieser startet immer um 18 Uhr am Kiliansbrunnen am Hauptbahnhof und führt die Straßenbahngleise entlang bis zum Vierröhrenbrunnen, wo dann eine Kundgebung zum jeweiligen Thema stattfindet. Am 03.02 diesen Jahres fand der „Mospa“ bereits zum 150. Mal statt. Nach der Fukushima-Katastrophe nahmen etwa bis zu 1.000 Leute an den Demonstrationen statt, momentan schwankt die Teilnehmerzahl zwischen etwa 40 und 150 Personen.
Bei den Montagsspaziergängen ist jeder Mitbürger und jede Mitbürgerin aufgerufen mitzumachen. Die Themen zu den Montagsspaziergängen findet ihr auf der Webseite der Initiative, auf der ihr noch viele weitere Informationen über die „Mospas“ findet.
„Mospa“ 05.05: Eltern brauchen Hebammen!
Der heutige Montagsspaziergang steht unter dem Motto „Eltern brauchen Hebammen“. Passend dazu fällt auch der „Internationale Tag der Hebamme“ in diesem Jahr auf einen Montag. Es wird kritisiert, dass wenn die Politik keine Lösung findet, die freiberuflichen Hebammen ab Juli 2015 nicht mehr haftpflichtversichert sind und damit nicht mehr arbeiten können. Eltern würden damit ihre kompetente Partnerin bei der Geburt und in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes verlieren.
Um auf die Situation der Hebammen aufmerksam zu machen, organisiert die Elterninitiative Hebammenunterstützung bundesweit Mahnwachen und Demonstrationen. Dadurch soll der Druck auf die Politik erhöht werden. Hier in Würzburg soll das heute mit einem ebensolchen Montagsspaziergang geschehen. Alle Großeltern, Eltern und alle die es noch werden wollen – einfach alle Bürgerinnen und Bürger – sind dazu aufgerufen, mitzumachen um die wertvolle Arbeit der Hebammen zu sichern.

