Who is Kilian Schmitt? Vom Tellerwäscher zum Millionär
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Würzburg erleben
6. Mai 2014

Symbolbild Würzburg
Kilian Schmitt begründete die Partnerschaft zwischen Würzburg und Rochester
1906 geboren in Hundsfeld bei Bad Kissingen, wurde Kilian Schmitt zum Begründer der Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und dem amerikanischen Rochester im Jahr 1964/65. Mit gerade mal 19 Jahren hatte sich Kilian das Geld für die Überfahrt in die USA geliehen und lebte dort zunächst von kleineren Jobs, während er Englisch lernte. Anfang der 1930 hatte er die bahnbrechende Idee: Er kaufte in Rochester große Flächen auf und machte daraus bewachte Parkplätze. Immer im Blick: Nach der Depression würde die Nachfrage nach Autos enorm ansteigen. Er behielt Recht und legte den Meilenstein für ein Vermögen.
Noch immer reger Studentenaustausch
Das erste Mal zurück in seiner Heimat in den 1950ern bemerkte Kilian Schmitt jedoch eine amerikafeindliche Haltung. „The world needs more religion and education, and I want to help a bit“,formulierte er viele Jahre später, seine damals aufkeimenden, großen Ziele. Gemeinsam mit seiner Ehefrau gründete er die Kilian-Schmitt-Foundation, die zum Ziel hatte, Würzburger Schülern und Studenten ein Studienjahr in Rochester zu ermöglichen. Von da an war der Weg geebnet, auch wenn es noch lange dauerte. In dieser Zeit arbeitete Kilian Schmitt hart für die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Amerikanern: Endlich, am 5. November 1964 wurde die Partnerschaft mit Würzburg in Rochester bekannt gegeben, im Jahr 1965 im Beisein von Schmitt besiegelt. Bis heute halten die beiden Universitätsstädte einen regen Studentenaustausch aufrecht. Kilian Schmitt, der 1971 zum Ehrenbürger der Julius-Maximilians-Universität ernannt wurde, verstarb 1990.
Erster Austauschschüler blickt zurück
Der erste Austauschschüler Würzburgs, der Rochester besuchte, war 1965 Thomas Hünig. Die Eltern des 15-Jährigen hielten auch nach seinem einjährigen Aufenthalt eine enge Freundschaft mit den Organisatoren des Austausches in den USA, dem Ehepaar Payne, aufrecht. Thoms Hünig ist seit 1990 Professor am Institut für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg und erinnert sich mit Dankbarkeit an die Zeit in Rochester zurück.
Reise nach Rochester zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum
50 Jahre Partnerschaft Würzburg-Rochester sind für beide Städte Anlass zum Feiern. Die Stadt Würzburg feiert das Jubiläum mit einem Festakt am 5. November 2014 im Ratssaal und einer Ausstellung über die Partnerstadt Rochester. Rochester und die USA selbst erfahren können alle Teilnehmer der Reise vom 2. bis 12. Oktober 2014, veranstaltet von der Stadt Würzburg. Auf der Bürgerreise werden die Metropolen der Ostküste New York, Philadelphia und Washington besucht. In Rochester selbst nehmen die Teilnehmer an den dortigen Feierlichkeiten zur 50-jährigen Partnerschaft teil. Die Tour führt weiter über die Grenze nach Kanada zu den zu den weltbekannten Niagara Fällen bis nach Toronto. Von dort geht der Flug zurück nach Frankfurt.
Die Reise wird organisiert von der Stadt Würzburg, Büro Würzburg International in Zusammenarbeit mit dem Lufthansa City Center, Reisebüro Gress (Tel. 0931-352900, e-mail: LCC@reisebuerogress.de). Detaillierte Informationen zur Reise erhältst Du direkt im Reisebüro. Anmeldeschluss ist Ende Mai.

