Würzburger Jungforscher rockt mit Mathe-App LA
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Würzburg erleben
19. Mai 2014

Symbolbild Würzburg
15-Jähriger wird Vizeweltmeister der Jungforscher
Ja, ihr lest richtig! Der 15-jährige Lennart Kleinwort aus Zell bei Würzburg hat in Los Angeles einen der drei Hauptpreise des Intel Foundation Young Scientist Award abgeräumt – und nebenbei 50.000 Dollar gewonnen. Er ist der jüngste Teilnehmer aus Deutschland an dem Wettbewerb, an dem in diesem Jahr 1.780 Jugendliche aus etwa 70 Ländern teilgenommen haben. Gewonnen hat Lennard mit einer Mathe-App „FreeGeo“ für Android-Geräte. Qualifiziert hat er sich durch seinen Bundessieg beim deutschen Bewerb „Jugend forscht“.
Mit „FreeGeo“ Mathe-Ergebnisse visualisieren
Die App ist die erste dynamische Matheanwendung für Android und ist z.B. ideal als Ergänzung für den Mathe-Unterricht. Ohne Aufwand können Berechnungen der Schüler veranschaulicht und so Ergebnisse grafisch nachvollziehbar gemacht werden. Genaus das macht die App nämlich: Sie visualisiert das Ergebnis von Berechnungen und stellt unter anderem geometrische Figuren auf dem Display dar. Diese können mit per Fingerzeit des Anwenders auf dem Touchscreen manipuliert und im Freihandmodus Strecken, Kreise, Quadrate und Rechtecke gezeichnet werden. Lennard hat alle gängigen Funktionen aus Geometrie, Algebra, Statistik und Analysis in die App integriert und damit die Jury, in der unter anderem auch Nobelpreisträger saßen, überzeugt.
Asteroid Lennart
Lennart darf sich nicht nur über den Titel Vizeweltmeister der Jungforscher freuen, sondern wurde überdies in der Kategorie Mathematik, in der er mit seiner App antrat, als bester Teilnehmer ausgezeichnet. Für diesen ersten Platz hat der Schüler noch einen besonderen Preis bekommen. Die Astronomen einer amerikanischen Universität werden einen Asteroiden zu Ehren Lennarts mit seinem Namen versehen.
Der mit der höchsten Summe von 75.000 US-Dollar ausgestattete Gordon E. Moore Award ging an den ebenfalls 15-jährigen US-Amerikaner Nathan Han. Er entwickelte eine selbstlernende Software, die zum Untersuchen von Mutationen eines für Brustkrebs verantwortlichen Gens dient. Die Anwendung kann mit einer Trefferquote von 80 Prozent feststellen, ob eine Mutation bös- oder gutartig ist.
Noch ein zweiter Teilnehmer aus Unterfranken durfte sich übrigens über einen Preis freuen. Der 18-jährige Gabriel Salg bekam einen Grand Award als Dritter in der Kategorie Chemie verliehen. Er entwickelte ein Verfahren, um vom Krebs befallene Körperregionen durch ein Kontrastmittel erheblich besser kenntlich zu machen als bisher möglich.
Die Intel ISEF auf einen Blick
Die Intel ISEF ist ein Programm der Non-Profit-Organisation ‚Society for Science & the Public‘, die seit 1950 stattfindet. Zur weltgrößten Wissenschaftsmesse für Jugendliche treten Jahr für Jahr Schüler in den Wettbewerb um insgesamt mehr als fünf Millionen US-Dollar Preisgelder, Stipendien und Praktika. Ziel der Intel ISEF ist die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs sowie der Zusammenarbeit von jungen Forschern, um zukünftige Innovationen und globales wirtschaftliches Wachstum voranzutreiben. Alle Teilnehmer werden im Vorfeld aus rund 450 Regionalveranstaltungen weltweit ausgewählt – darunter der deutsche Wettbewerb „Jugend forscht“ sowie das österreichische Pendant „Jugend Innovativ“. Eine internationale Expertenjury, bestehend aus rund 1.200 Wissenschaftlern aller wissenschaftlichen Forschungsbereiche, bewertet die eingereichten Projekte und kürt die Sieger.

