Gefährliche Monate Mai und Juni: Eichenprozessionsspinner
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Würzburg erleben
20. Mai 2014

Symbolbild Würzburg
Nest entfernen
FRAUENLAND. Gegen 10 Uhr heute morgen, die die Berufsfeuerwehr Würzburg zu einem Einsatz im Frauenland ausgerückt. Hier wurde ein Nest des so genannten Eichenprozessionspinners entfernt. Dieses ist notwendig, da die Haare dieser Tiere beim Menschen Allergien mit teilweise sehr schweren Verläufen (Atemnot usw.) hervorrufen können.
Eichenprozessionsspinner
Die alten Larvenhäute bleiben nach der Häutung in den „Nestern“, deshalb ist die Konzentration an Brennhaaren oft sehr hoch. Alte Gespinstnester, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, sind eine anhaltende Gefahrenquelle.
Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichenprozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die fast unsichtbaren Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest.
Folge: Juckreiz, Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare, schmerzhaftes Husten und Asthma. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.
Besonderer Schutz
Aus diesem Grund waren auch für die Einsatzkräfte besondere Schutzmaßnahmen notwendig, wie z. B. tragen von Atemschutzmasken mit Filter und leichten Chemieschutzanzügen.

