Neuheit MozartLabor: Die Uni beim Mozartfest

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Würzburg erleben

28. Mai 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ein akusmatisches Theater

Die Auseinandersetzung mit Mozart und seinem Werk ganz im Zeichen des Experiments: Diese Aufgabe hat sich das MozartLabor gesetzt, das in diesem Jahr erstmals Bestandteil des Mozartfests ist. Das Atelier Klangforschung beteiligt sich mit der Klanginstallation „Sarastros Pforten“ daran.

Sarastro ist eine mächtige und in sich brüchige Gestalt aus Mozarts Zauberflöte. Priester und Machtmensch in einem, ruft er zum Verzicht auf und gibt sich dennoch totalitär. Er vereint Kontraste, die Licht auf die dialektische Heilslehre der Freimaurer werfen. Sein Name ist aus dem Italienischen für Zarathustra abgeleitet; er personifiziert den Hüter der Weisheit.

Initiative des Instituts für Musikforschung 

Sarastro steht auch im Mittelpunkt einer Klanginstallation, die das Atelier Klangforschung der Universität Würzburg im Rahmen des diesjährigen Mozartfests im Gartenhaus des Klosters Himmelspforten präsentiert. Das Atelier ist eine Initiative des Instituts für Musikforschung der Universität Würzburg, verantwortlich dafür ist die Professorin Elena Ungeheuer, deren Spezialgebiet die Musik der Gegenwart ist.

Besondere Klanginstallation

Nach dem Eintritt in Sarastros Pforten erwartet die Zuschauer ein „facettenreiches akusmatisches Theater“ und eine musikalische Begegnung von Heute und Vergangenheit, wie die Organisatoren schreiben. Die Klanginstallation spiegelt während des MozartLabors im Gartenpavillon von Himmelspforten ihrerseits das Geschehen im MozartLabor. Field Recordings inspirieren als O-Töne und Soundscapes das akusmatische Theater: In der Gleichzeitigkeit von Lautsprechern und Kopfhörern erleben die Besucher klangliches Original und Bearbeitung in einem spannungsvollen Kontrapunkt.

Treibende Kräfte hinter dem Projekt sind Julia Mihály und Felix Leuschner (Klanginstallation und Komposition), Ulrike Böhmer (Field Recordings) und Studierende des Instituts für Musikforschung Würzburg.

Öffnungszeiten, Preise und Ansprechpartner

Sarastros Pforten sind am 2. und 3. Juni von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Besucher werden gebeten, am Eingang von Himmelspforten ihre Namen auf die Besucherliste zu Sarastros Pforten setzen lassen. Das Atelier Klangforschung bietet kostenlose Führungen an; Interessenten schicken ihre Anfragen an: elena.ungeheuer@uni-wuerzburg.de.

Für den Besuch der Veranstaltungen im MozartLabor gibt es vor Ort einen Drei-Tages-Pass zum Preis von 20 Euro; Schüler und Studierende zahlen zwölf Euro. Ein Tages-Pass kostet acht Euro, ermäßigt fünf Euro.

Neues Veranstaltungsformat des Mozartfests

Workshops, Podien und Lecture-Konzerte: Sie sind Bestandteil des MozartLabors, einem neuen Veranstaltungsformat des Würzburger Mozartfests. In den Workshops erarbeiten Stipendiaten Kammermusikwerke von Mozart, Widmann und Weiß sowie Klang- und Videoinstallationen. Podiumsgespräche und Lecture-Konzerte begleiten die tägliche Arbeit im Labor. Musiker, Komponisten, Wissenschaftler, Philosophen und andere Künstler setzen sich im MozartLabor praktisch und theoretisch mit Mozart auseinander. Vom Institut für Musikforschung sind auch Professor Ulrich Konrad und Dr. Hansjörg Ewert am MozartLabor beteiligt.

Das alles geschieht nicht hinter verschlossenen Türen, sondern ist offen für alle Interessierten. Jeder darf am Labor des Mozartfestes teilhaben, darf beobachten, fragen und seine eigenen Schlüsse ziehen.

Abschlusskonzert per Live-Stream verfolgen

Am Ende des dreitägigen Experiments steht ein Abschlusskonzert am 4. Juni um 19.00 Uhr. Dieses wird vom Zentrum für Mediendidaktik der Universität Würzburg als Video-Live-Stream auf www.mozartfest.de und www.zfm.uni-wuerzburg.de übertragen.

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