Bleibt der ETSV Würzburg in der 2. Bundesliga?
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Würzburg erleben
8. Juni 2014

Symbolbild Würzburg
1. Relegationsspiel um den Verbleib in der 2. Bundesliga
09.06.2014 – Pfingstmontag, 14:00 Uhr, Sportpark Herieden
Hopp oder Top. Für die Fußballerinnen des ETSV Würzburg steht am Pfingstmontag eine der wohl richtungsweisenden Fußballspiele der letzten Jahre auf dem Programm. Der Verein, der in den vergangenen Jahren von einem Erfolg zum anderen eilte und von der Bayernliga in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufstieg, muss nun um den Klassenerhalt bangen.
Während die zweite Mannschaft vor wenigen Tagen den Aufstieg in die Bayernliga schaffte, muss das erste Team nun alle Kräfte aufbieten, um auch in der nächsten Saison bei den stärksten 36 Mannschaften Deutschlands mitkicken zu dürfen.
Verletzungspech ist Hauptgrund der Misere
Dass die Schützlinge von A-Lizenz-Trainer Christian Breunig in diese schwierige Lage gerieten, lag nicht alleine am mangelnden Talent oder an der Einstellung der Fußballerinnen, beileibe nicht. Aber das Verletzungspech schlug in dieser Saison erbarmungslos zu: gleich sechs Stammspielerinnen bzw. Führungskräfte verletzten sich langfristig, zudem wurde die erstligaerfahrene Mittelfeldspielerin Carina Schlangen schwanger und fiel ebenso aus, so dass letztlich zumeist ganz junge Kickerinnen in der Bresche springen mussten.
Es herrscht Optimismus
Immerhin reichte es, zwei Teams hinter sich zu lassen und sogar Meister und Bundesligaaufsteiger SC Sand den einzigen Verlustpunkt der Runde beizubringen. Nicht nur dieser Erfolg nährt die Zuversicht bei den Würzburgerinnen, die Klasse in zwei Matches gegen den Tabellenzehnten der 2. Bundesliga Nord (der Gegner stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) zu erhalten. Auch die sportliche Entwicklung des jungen Teams lässt Optimismus zu.
Geschichte schreiben
Der Zusammenhalt der Kickerinnen freilich ist sogar erstligareif. Gemeinsam haben sich die Sportlerinnen zum Ziel gesetzt, in Würzburg erstmals die 1000-Zuschauer-Marke bei einem Punktespiel der Frauen zu knacken. Mit Flyer, Videobotschaften, Ansprachen in der Fußgängerzone, Torwandschießen und weiterer Promotionterminen wollten die Mädels für ihre Sportart werben, die in Unterfranken ein Schattendasein führt. Das wollen die Athletinnen, die bis zu fünf Mal wöchentlich trainieren, ändern. Wenn das gelingt und auch noch die Klasse erhalten wird, dann haben die Fußballerinnen des ETSV Würzburg einmal mehr Geschichte geschrieben.

