Stefan Bausewein: „Who needs Shopping-Malls?“
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Würzburg erleben
10. Juni 2014

Symbolbild Würzburg
Pressefoto Bayern 2013
Derzeit befindet sich die Wanderausstellung Pressefoto Bayern 2013 in der Mainfranken Sparkasse Würzburg. Der Sieger in der Kategorie Nachwuchstalent ist der Würzburger Stefan Bausewein mit seiner in Kirgistan aufgenommenen Serie „Who needs Shopping Malls?“ Hier seine Gedanken:
Persönlichkeit statt Marken
„Heutzutage bestellen wir online in Web-Shops ohne wirklich mit Menschen zu kommunizieren und shoppen in klimatisierten Malls und Outlet-Villages, die wie Disneyland aussehen. Nicht, dass ich das selbst nicht tun oder gar verurteilen würde, aber auf einem riesigen Markt wie dem Osh Bazar in Bishkek einzukaufen ist wohl um einiges ereignisreicher als in einem seelenlosen Konsumpalast seine Besorgungen zu erledigen. Hier tummeln sich hunderte von Händlern und jeder einzelne hat seine eigene Geschichte, die so rein gar nichts mit einer bestimmten Marke oder einem Megakonzern zu tun hat.
Denn sind wir mal ehrlich: Der Flagship-Store der Marke X schaut wohl überall auf der Welt gleich aus, oder? Wenn ich mich aber durch die verschlungenen Gänge des Osh Bazars zwänge, stoße ich hinter jeder Ecke auf neue Überraschungen und vor Allem auf zahlreiche verschiedene Typen hinter der Auslage. Mir scheint als würden die Verkäufer genau an diesen einen Stand gehören und sie mit Leib und Seele mit ihren Laden verschmolzen sein. Man erinnert sich an Gesichter und Personen und so zieht doch wieder etwas Menschlichkeit in unsere Shopping-Tour. Da ich hier ja auch fast alles bekomme was ich so brauche und im Gegensatz zu normierten Boutiquen auch noch überrascht werden kann, frage mich: „Who needs Shopping-Malls?“
Was ich in Kirgistan gemacht habe?
Ich war als Teilnehmer des 1. Kunstfestival Kirgistan des Lions Club International in Bishkek, um meine Arbeiten auf einer deutsch-kirgisischen Ausstellung im dortigen Nationalen Kunstmuseum gemeinsam mit 21 weiteren Fotografen zu präsentieren. Des weiteren begleitete ich fotografisch als einer von vier deutschen Fotografen die Musikveranstaltungen des internationalen Kunstprojektes. Näheres könnt ihr hier nachlesen.
Ich arbeite hier in Würzburg als freier Fotograf hauptsächlich in den Bereichen People/Reportage und Architektur und habe ein Fotostudio in der Posthalle. Hinzu kommen verschiedene freie Projekte, die Umsetzung von Webseiten, Zusammenarbeit mit Jo’s Büro für Gestaltung und die Dokumentation von Musikveranstaltungen im Würzburger Nachtleben. “
Wir danken Stefan für seinen Gastbeitrag und die coolen Fotos. Wenn Ihr auch gerne etwas loswerden würdet, ob Hobby, Leidenschaft, Beruf oder Geschichten aus dem Alltag, meldet Euch unter redaktion@wuerzburgerleben.de!

