Modellprojekt zur Sicherheit der Radfahrer

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Würzburg erleben

13. Juni 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

„Gummi-Schienen“ sollen Stürze verhindern

Vielen Fahrradfahrern unter uns ist es schon passiert, es ist eine besonders ärgerliche Sache und kann ziemliche Schmerzen verursachen – die Rede ist von einem Sturz, auf bzw. wegen den Straßenbahnschienen. Fährt man im falschen Winkel oder bei Regenwetter über die Gleise, dann rutscht man vor allem mit dünnen Reifen ganz schnell mal weg und schon fällt man auf die Fr…., also man stürzt.

In Zürich versucht man mit einem Modellprojekt nun gegen diese Gefahrenquelle vorzugehen. Dort wurde auf einer 90 Meter langen Straßenbahn-Teilstrecke eine Gummifüllung in die Gleise integriert, die dergleichen Unfälle verhindern soll. Die Fahrräder bekommen durch die Gummischicht einen besseren Halt und werden von der Straßenbahn runtergedrückt. Der Senat erwägt in Berlin nun ein ähnliches Projekt, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)  zeigen sich jedoch skeptisch. Die dortigen Straßenbahnschienen seien dafür nicht geeignet und müssten laut Berliner Tagesspiegel extra ausgetauscht werden, was wiederum enorme Kosten verursachen würde.

Keine Relevanz für Würzburg

Wir haben bei der WVV angefragt, ob es ähnliche Überlegungen für Würzburg gibt. Pressesprecher Manuel Schön äußert sich gegenüber Würzburg erleben folgendermaßen: „In Würzburg gibt es derzeit keine Überlegungen, die Gleisrillen der Straßenbahn mit Gummielementen zu füllen. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sind nach Abschluss des Feldversuches im vergangenen Mai zu dem Schluss gekommen, dass die Lebensdauer der verwendeten Gummifüllung noch zu kurz und die daraus resultierenden Kontrollen und Unterhaltsarbeiten zu aufwendig sind. Ein wirtschaftlicher Einsatz im Regelbetrieb ist daher heute noch nicht möglich. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse der VBZ ist das Vorhaben zwar interessant, aber dennoch derzeit als nicht praktikabel einzuschätzen, weshalb kein ähnlicher Versuch in Würzburg unternommen wurde.“

Noch heißt es also aufpassen für alle Würzburger Radfahrer, wenn sie die Schienen überqueren wollen. Denkt ihr es braucht eine Lösung um gegen die Gefahr vorzugehen? Oder sollen die Radfahrer einfach besser aufpassen?

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