Würzburger Abiturienten beweisen sich beim Quizduell
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Würzburg erleben
13. Juni 2014

Symbolbild Würzburg
22.000 Euro erspielt – und wieder verloren
Das Quizduell ist nicht nur ein äußerst erfolgreiches Smartphone-Spiel, sondern mittlerweile auch eine TV-Show. Jörg Pilawa moderierte die ARD-Quizshow, aufgrund der technischen Probleme wurde sie jedoch mit einem Promi-Special am Freitag, den 30.Mai, vorerst abgesetzt. Das Konzept der Show ist, dass ein vierköpfiges Team in verschiedensten Kategorien beim Quiz gegen das „Team Deutschland“ antritt, sprich App-Nutzer aus dem ganzen Land.
Auch vier Würzburger Abiturienten haben sich eine Schlacht mit dem „Team Deutschland“ geliefert. Die 22.000 Euro, die sie in der Schnellratetunde zu Anfang erspielt hatten, haben sie leider nicht gewonnen. Eine Frage hat Lukas, Johannes, Marcel und Timon zum Ausgleich gefehlt. Nichtsdestotrotz haben sie eine starke Leistung abgeliefert. Würzburg erleben hat die vier befragt:
Jörg Pilawa, zwei Wochen Italien und die Bewerbung bei der BILD-Zeitung
Wie seid ihr eigentlich darauf gekommen euch für das Quizduell zu bewerben?
„Wir sind alle große Quizduell-Fans, die App nutzen wir schon seit Monaten. Anfang des Jahres wurde dann bekannt, dass die ARD die Umsetzung eines TV-Formats zu „Quizduell“ plant. Als Lukas dann den Aufruf der BILD-Zeitung zur Bewerbung als Studioteam gesehen hat, haben wir als Gruppe beschlossen, uns zu melden.“
Wie seid Ihr ausgewählt worden, gab`s da ein besonderes Auswahlverfahren?
„Wir haben erfahren, dass sich mehrere tausend Teams um die Teilnahme am „Quizduell“ im Ersten beworben haben. Wir hatten das Glück, dass wir als frischgebackene Abiturienten für die Produktionsfirma von vorne herein von besonderem Interesse waren. In den Tagen nach der Bewerbung folgten dann zahlreiche Telefonate mit der Produktionsfirma, der Casting-Agentur und der BILD-Zeitung. Wir mussten ein bisschen aus unserem Leben erzählen, von unseren Plänen für die Zukunft berichten und Quizduell am Telefon spielen. In der ersten Sendewoche fiel die Wahl dann schlussendlich auf uns.“
Was haben Eure Klassenkameraden dazu gesagt? Eure Eltern?
„Im Vorfeld haben wir außer mit unseren Eltern mit niemandem über die Sendung gesprochen. Wir wollten das nicht an die große Glocke hängen. Nachdem uns die BILD-Zeitung in ihrer Vorberichterstattung allerdings mehrmals erwähnt hat, wurden wir von vielen darauf angesprochen. Eigentlich waren alle erstaunt, dass wir es bis in die Show geschafft haben und hielten die Nachricht erst für einen Scherz.“
Ihr habt das ja super hingekriegt, aber hattet Ihr auch Angst Euch so ein bisschen zu blamieren?
„Natürlich hatten wir auch ein wenig Angst uns zu blamieren. Wir hätten uns aber sicher geärgert, wenn wir unsere Teilnahme nur aufgrund dieser Tatsache abgesagt hätten. Dass wir etwa bei den Fragen aus den Kategorien „Zeugen der Zeit“ und „Rund um die Welt“ einige Male auf dem Schlauch standen ist tatsächlich etwas frustrierend. Für unser Abi hatten wir genau das gelernt und wir hätten die Antworten auch locker gewusst – im Rampenlicht vor laufenden Kameras und der immer schneller werdenden Hintergrundmusik ist es aber wesentlich schwieriger konzentriert zu sein als daheim auf dem Sofa.“
Wart Ihr sehr aufgeregt während der Show? Wurde Euch dort ein gutes Gefühl vermittelt?
„Der Tag war sehr entspannt. Wir hatten eine gute Anreise und einen angenehmen Aufenthalt auf dem Produktionsgelände. Die Crew von „Quizduell“ hat uns mit viel Spaß und Freude durch den Tag begleitet, sodass die Aufregung erst beim Warm-Up wenige Minuten vor der Live-Show richtig spürbar wurde. Während der ersten Fragen konnten wir uns kaum konzentrieren. Irgendwann kamen wir dann aber in eine Art Routine. Selbst während der Werbeunterbrechungen blieb aber kaum Zeit zum Durchatmen, da währenddessen von der Maske noch mal nachgepudert wurde und das Produktionsteam mit einem Glas Wasser angerannt kam.“
Wie ist Jörg Pilawa so?
„Jörg ist ein wirklich lockerer und witziger Typ. Bei den Proben kam er mit Motorradjacke direkt vom Parkplatz ins Studio und riss den ein oder anderen Witz. Auch bei ausgeschalteten Kameras war er unheimlich sympathisch und humorvoll.“
Wurdet Ihr mal auf der Straße erkannt, seid Ihr in der Show wart?
„Auf der Straße wurden wir nach der Show nicht erkannt, so einprägsam sind die Gesichter von Studiokandidaten dann auch wieder nicht. Von Freunden und Bekannten wurde man aber natürlich bei nächster Gelegenheit auf den Auftritt angesprochen. Zudem erhielten wir während und nach der Show zahlreiche Nachrichten und Freundschaftsanfragen auf Facebook.“
Wie habt Ihr Euch vorbereitet? Seid ihr richtige Quizduell-Junkies?
„Es ist sehr schwierig sich gezielt auf die Sendung vorzubereiten, da die Redaktion vor Ort gesonderte Fragen erstellt. Durch Apps wie „Sinnlose Fakten“ oder einer intensiven Verfolgung des tagesaktuellen Nachrichtengeschehens sowie gemeinsame Treffen zum Quizduellspielen haben wir versucht uns vorzubereiten.“
Habt Ihr in irgendwelcher Weise Kritik erfahren?
„Abgesehen von zwei oder drei geschmacklosen Kommentaren im Internet hat uns keine Kritik an der Showteilnahme erreicht. Natürlich hatten wir eine gute Chance auch den Gewinn einzufahren, im Studio bei der Anspannung ist das allerdings wahnsinnig schwierig. Allein die Zeit in Hamburg und die Erlebnisse im Studio und Backstage waren der Hammer! Dabei sein ist alles!“
Habt Ihr schon Pläne für die nächste Zeit, nachm Abi?
„Jeder von uns geht jetzt nach dem Abi wohl seinen eigenen Weg. Zwei von uns machen zum Beispiel ein soziales Jahr. Jetzt verbringen wir nach getaner Arbeit aber erst mal zwei Wochen im sonnigen Italien.“
Die Auszeit haben sich die vier auch verdient! Würzburg erleben dankt dem Rateteam für die Antworten und wünscht den Jungs alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!

