Würzburger Filmprojekt: „Heimat“ am Polarkreis

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Würzburg erleben

13. Juni 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ein Leben zwischen Schönheit und Härte

Nach über zwei Jahren Produktionszeit ist mit „Hjem – Zuhause am Ende der Welt“ ein außergewöhnliches Würzburger Filmprojekt ab sofort als DVD, Blu-ray und Video On Demand erhältlich.

„Hjem“ setzt sich mit der Bedeutung des Begriffs „Heimat“ auseinander. Was bedeutet „Heimat“ Menschen, die sich täglich mit der Härte und gleichzeitig Schönheit des Lebens im Polarkreis konfrontiert sehen? Und was bedeutet „Heimat“ für uns selbst? Die Würzburger Filmemacher Martina Chamrad und Christoph Kirchner suchen in ihrem Dokumentarfilm in Hammerfest, Norwegen – der nördlichsten Stadt der Welt – nach Antworten.

Das Interview auf der Parkbank

Würzburg erleben hat einen der beiden Filmemacher, Christoph Kirchner, ein interessantes Gespräch über Heimat und Filme machen geführt.

Auf die Frage, mit welchen Plänen das Team nach Hammerfest reiste, erwiderte Christoph, dass man eine Dokumentation gar nicht so genau planen kann. Man macht sich seine eigenen Gedanken, wodurch der Film wieder subjektiv wird, eine objektive Dokumention wäre wohl sehr schwierig. Dennoch sollte es auch eine wissenschaftliche Arbeit werden, eine Bachelorarbeit sei schließlich kein Spaßprojekt.

Erdgas, Fischerei und eine Flasche Cola für 8 €

Anfangs gab es noch gar keine Kontakte in Hammerfest, erzählt uns Christoph,  es wurden einige Emails hin und her geschickt und bald kam es zu einem Telefonat mit Knut, dem Chef des Tourismusverbandes der Stadt und ehemaligen Profi-Handballspieler. In Norwegen angekommen wurden mehr und mehr Kontakte geknüpft, zu einem Architekten, der dem Team eine Woche lang sein Haus als Unterkunft zur Verfügung stellte, einer deutschen Lehrerin, die mit zwei anderen Lehrkräften an einer Schule mit neun Schülern unterrichtet, und vielen Einheimischen.

Hammerfest, so Christoph, ist aufgrund der Erdgasvorkommen und der Fischerei wohl eine sehr reiche Stadt und daher auch kaum bezahlbar. Eine Flasche Cola zwischen 8 und 10 Euro, ein Hotelzimmer ab 300 Euro, für ein Studenten-Projekt nicht gerade die perfekten Voraussetzungen. 15.000 Euro konnten die Studenten aber durch Crowdfunding und Unterstützungen von Sponsoren, wie der FH Würzburg-Schweinfurt und der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung, sammeln. Mit den Verkäufen des Films hofft das Team am Ende die Produktionskosten abzudecken.

Würzburger Dokumentarfilm statt Hollywood-Produktionen

Generell sei es laut Christoph sehr schwer durch das „Filme machen“ Geld zu verdienen, besonders wenn es um Dokumentarfilme geht. Obwohl er zu Hollywood oder auch einem SAT1-Film natürlich nicht „Nein“ sagen würde, würde er dennoch lieber bei Dokumentarfilmen bleiben, sofern er sich damit seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte. Ein großes Vorbild für ihn ist Werner Herzog.

Nach dem Bachelor in Gestaltung drückt Christoph momentan für den Master in Informationsdesign die Unibank, arbeitet nebenbei aber noch selbstständig an Projekten. Besonders reizen würde ihn einmal ein regionales Projekt über Würzburg im „Kino-Look“. Mit einigen Sponsoren und einem kleinen Team könnte man bestimmt einen coolen Film über Würzburg machen. Davon sind wir auch bei Würzburg erleben überzeugt und freuen uns darauf, mehr von Christoph und dem Team zu hören und vielleicht auch mal gemeinsam etwas zu gestalten.

Portrait der nördlichsten Stadt der Welt

Die jungen Filmemacher und ihr Team reisten für die Dreharbeiten mehrmals nach Hammerfest und verbrachten insgesamt sechs Wochen am Polarkreis, bevor die Nachproduktion in Würzburg beginnen konnte. Aus über 60 Stunden Filmmaterial entstand so in monatelanger Arbeit ein 46 minütiger Dokumentarfilm. Durch wunderschönen Naturaufnahmen, spannende Interviews und einen vom schwedischen Komponisten und ehemaligen Leiter des Philharmonischen Orchesters Würzburg Viktor Åslund eigens für den Film komponierten Soundtrack ist ein faszinierendes Portrait der nördlichsten Stadt der Welt entstanden.

Von Kinopremieren über Awards zur DVD

„Hjem“ feierte Mitte 2013 erfolgreich Kinopremiere in Würzburg und Hammerfest und wurde bisher auf sechs internationalen Filmfestivals vorgestellt und ausgezeichnet (Gewinner Berlin Independent Film Festival 2014). Nun ist der Film auch als DVD, Blu-ray sowie Video On Demand u.a. in den Würzburger Buchhandlungen Knodt (Textorstraße) und Neuer Weg (Sanderstraße) erhältlich. Nähere Informationen und wo es den Film noch gibt, gibt es auf der Webseite und auch auf der Facebook-Seite des Projektes.
Für alle Würzburg erleben-Fans haben wir eine ganz besondere Aktion: Wir haben exklusiv einen Gutscheincode für die Download-Version des Films, mit dem Ihr die digitale Version des Films 30% günstiger bekommt:

Code: WUERZBURGERLEBEN
Link: http://hjemlivingattheendoftheworld.vhx.tv/

Der Trailer zum Film

httpvh://vimeo.com/96237926

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