Falscher Spendensammler: die Polizei sucht Geschädigte

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26. Juni 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Spenden in Spielothek verzockt

WÜRZBURG. Mit dem sogenannten „Taubstummentrick“ hat ein 20-Jähriger am Mittwochabend in der Würzburger Innenstadt Geldspenden gesammelt. Anschließend verzockte er die Spenden in einer Spielothek. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Betruges ein und sucht nun weitere Geschädigte.

Spendengelder am Vierröhrenbrunnen

Am Mittwochabend machte ein Passant die Würzburger Polizei auf einen Heranwachsenden aufmerksam, der am Vierröhrenbrunnen Spendengelder sammelte. Der junge Mann hielt den Passanten eine schwarze Schreibkladde mit einer Spendenliste für taubstumme und behinderte Menschen vor die Nase, erweckte durch Gesten den Eindruck selbst taubstumm zu sein und für einen guten Zweck Gelder zu sammeln. Die Spenden wanderten jedoch in seine eigene Tasche.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen ergaunerte der Sammler mit der „Masche“ ca. 40 Euro, die er aber in einer Spielothek in der Augustinerstraße bei Eintreffen der Polizei bereits wieder verzockt hatte.

Personalien wieder ausradiert

Offensichtlich nutzte der Tatverdächtige um seinen Betrug zu untermauern, einen Stift mit löschbarer Tinte. Sobald die Spender unterschrieben hatten und weitergegangen waren, radierte der Sammler die Personalien wieder heraus. Dies erschwert der Polizei die Ermittlung von Geschädigten.

Geschädigte gesucht

Die Würzburger Polizei sucht nun geschädigte Spender, die dem ca. 170 cm großen Mann Geld gegeben haben. Der junge Mann sprach gebrochen deutsch, hatte schwarze Haare und dunklere Haut, trug eine dunkle Hose, ein weißes T-Shirt und ein dunkelblaues Kapuzenshirt ohne Ärmel. Die Geschädigten werden gebeten sich umgehend bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Telefonnummer 0931/457-2230 zu melden.

Die Würzburger Polizei rät, sich vor einer Bargeldspende auf der Straße einen gültigen Personalausweis-/ oder einen Mitgliedsausweis der jeweiligen Organisation zeigen zu lassen, für die gespendet werden soll.

Ferner sollte der eigene Geldbeutel nicht aus den Augen gelassen werden.

Bei Einschüchterung durch die Sammler, sollten andere Passanten um Hilfe gebeten und umgehend die Polizei unter der 110 informiert werden.

Eine gute Beschreibung der Person oder auch der von den Verdächtigten genutzten Fahrzeuge helfen der Polizei bei der Fahndung.

In ganz Unterfranken sind derzeit Betrüger mit dem sogenannten „Taubstummentrick“ unterwegs und warnen aktuell ausdrücklich.

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