Der König ist in Würzburg – und der Weltkrieg bricht aus

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Würzburg erleben

28. Juni 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Der Weltkrieg bricht aus

Vor genau 100 Jahren, am 27.und 28.  Juni 1914  fand die Jahrhundertfeier der Zugehörigkeit Unterfrankens zu Bayern in Würzburg statt. Am 28. Juni 1914 geschah das Attentat in Sarajewo. Hier bis her unveröffentlichte Fotos zu diesen beiden Tagen aus der Sammlung Willi Dürrnagel.

König Ludwig III. besucht Würzburg

Aus Anlass der hundertjährigen Zugehörigkeit Würzburgs zu Bayern stattete der 69jährige König Ludwig III. mit seiner Familie vom 27. Juni bis 28. Juni 1914 der Stadt Würzburg einen Besuch ab. Sie wurden auf dem Hauptbahnhof von den Honoratioren der Stadt und 18 Ehrendamen in historischer Tracht begrüßt. Vor der Residenz stand die Schuljugend zur Huldigung der Königsfamilie mit Ludwig III., Königin Therese und den Töchtern Adelgunde, Hildegarde, Wiltrud, Helmtrudis und Gundelinde.

Festakt in der Residenz

Am Sonntag, 28. Juni 1914, schritt der König die Wache ab und anschließend war der Festgottesdienst im Dom mit Bischof Dr. von Schlör. Um 10.30 Uhr fand die Parade der Garnison statt und anschließend der Festakt in der Residenz. Nach dem Festessen um 13.45 Uhr ging es zur Festung Marienberg. Dort fanden die „Marienberg-Festspiele“ statt mit sieben Bildern aus der Würzburger Geschichte , gedichtet von Dr. Joseph Balduin Kittel, dem Syndikus der Handelskammer.

Nachricht von Attentat beim Festunsgbesuch

Hier, auf der Festung Marienberg, erhielt der König die Nachricht vom Attentat auf dem österreichischen Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand von Habsburg-Este und seiner Gattin Sophie in Sarajewo. Im Vorbeifahren wurde um 17.15 Uhr der Wehrkraftbrunnen an der Leistenstraße, der jetzt im Steinbachtal steht, enthüllt und ab 18.00 Uhr der Festzug besucht. Beteiligt daran waren 2500 Personen, 25 Schauwagen und 10 Musikkapellen. Nach dem Festzug brach König Ludwig III. seinen Besuch in Würzburg ab und kehrte eiligst nach München zurück.

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