Mozartfest-Bilanz: Neues Konzept ist aufgegangen

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Würzburg erleben

30. Juni 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

 Veranstalter ziehen positive Bilanz

„Mozart – trazoM: Musik im Spiegel“ lautete das diesjährige Motto des Mozartfestes Würzburg, das am Sonntag mit der Jupiternacht zu Ende ging. Über 25.000 Zuhörer (ohne Mozarttag, Festmessen und Kino-Programm) besuchten 65 Veranstaltungen in der Residenz und an anderen Spielorten.

Damit steigerte das Mozartfest seine Auslastung um knapp 3% gegenüber dem Vorjahr auf 92%. Zehn Konzerte wurden vom Bayerischen Rundfunk und Deutschlandradio mitgeschnitten, davon wurden drei live gesendet. Die Sendetermine werden unter www.mozartfest.de veröffentlicht.

Musikalische Spiegeleffekte 

Erstmals stand das älteste deutsche Musikfestival unter der Leitung der neuen Intendantin Evelyn Meining. Sie hatte ein Programm zusammengestellt, in dem sich internationale Künstler von Weltrang fünf Wochen lang auf die Suche nach musikalischen Spiegeleffekten machten, Komponisten und Werke aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten und überraschende Perspektiven eröffneten.

Dabei erklangen neben den Werken des Salzburger Meisters und seiner Zeitgenossen auch Werke von Komponisten unserer Zeit wie Wolfgang Rihm oder Jörg Widmann und die Uraufführung eines Auftragswerkes des Mozartfestes für den jungen Komponisten Christof Weiß.

Mozarts Musik immer noch aktuell 

Jörg Widmann, der erste „Artiste étoile“ des neuen Mozartfestes, stellte sich dem Würzburger Publikum in sieben Konzerten und beim MozartLabor vor. Ein Höhepunkt war dabei die Uraufführung des zweiten Satzes seiner „Sommersonate“, ein Auftragswerk des Mozartfestes mit dem Festival de Pâques in Aix-en-Provence.

In weiteren Konzerten, Einführungen und Gesprächen über Musik zeigte er in anschaulicher Form die Aktualität von Mozarts Musik auf, führte in die Klangwelt seiner eigenen Kompositionen ein und begeisterte als Klarinetten-Solist und Dirigent die Zuhörer.

Höhepunkte des diesjährigen Festivals 

Im Kaisersaal der Würzburger Residenz zählten die Sinfoniekonzerte mit dem New Yorker Orchester The Knights, der Kremerata Baltica und Gidon Kremer mit einem Orient-Okzident-Programm, das Orchestre de Chambre de Paris mit dem Oboisten François Leleux und das WDR Sinfonieorchester unter Leitung von Reinhard Goebel mit der Geigerin Alina Pogostkina zu den Höhepunkten des diesjährigen Mozartfestes.

Glanzpunkte waren auch die Kammermusiken in der Residenz mit Tabea Zimmermann, Renaud Capuçon und dem Fauré Quartett. In einem gefeierten Liederabend präsentieren Bariton Christian Gerhaher und sein Klavierbegleiter Gerold Huber sensibel und ausdrucksstark ausgewählte Goethe-Vertonungen von Franz Schubert und die Uraufführung der „Harzreise im Winter“ von Wolfgang Rihm.

Die Bamberger Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott eröffneten mit der 7. Sinfonie von Anton Bruckner die neue Reihe „Bruckner im Dom“, die an eine große Bruckner-Tradition im Würzburger Dom, unter anderem mit Joseph Keilberth und Eugen Jochum, anknüpft.

Außergewöhnliche Spielorte 

Bei gutem Wetter konnten in diesem Jahr beide Nachtmusiken im Hofgarten der Residenz stattfinden und zogen insgesamt über 6.000 Besucher an. Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten wie dem Golf Club Würzburg oder der Abfüllhalle der Würzburger Hofbräu und das Education-Angebot „Ohrenfänger“ ergänzten das Programm.

Eine weitere Neuerung war das MozartLabor im Exerzitienhaus Himmelspforten, einem ehemaligen Kloster. Dort trafen sich vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit drei Tage lang Musiker, Videokünstler, Philosophen und Komponisten zum interdisziplinären Austausch, um neue Wege zur Musik zu entdecken.

Zufriedene Intendantin

Intendantin Evelyn Meining freut sich über die hohe Akzeptanz, die das neue Konzept des Mozartfestes gefunden hat: „Wir sind glücklich, dass unser Mozartfest-Publikum das diesjährige Programm mit so viel positiver Resonanz angenommen hat. Wir haben in den letzten fünf Wochen große Sympathie und Offenheit erfahren. Würzburg zeigt sich als idealer Ort für ein lebendiges Musikfestival.“

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