Aschaffenburger Volksfest: Polizei zieht Bilanz
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2. Juli 2014

Symbolbild Würzburg
Polizeiliche Zusammenfassung zum 87. Volksfest
Am 30.06.2014 ging das 87. Aschaffenburger Volksfest zu Ende. Zeit für die Polizeiinspektion Aschaffenburg eine entsprechende Bilanz zu ziehen.
Die Einsatzleitung der Polizeiinspektion Aschaffenburg ist mit dem Gesamtverlauf des diesjährigen Volksfest durchaus zufrieden.
Durch den engagierten Einsatz der Beamtinnen und Beamten konnten die diesjährigen Herausforderungen, insbesondere auch durch die zeitgleich stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, erfolgreich bewältigt werden. Des Weiteren konnten sehr gute Resultate bei der Aufklärung bzw. Ermittlung der festgestellten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten verzeichnet werden.
Insgesamt entspannte Stimmung
Ingesamt wurde festgestellt, dass die Stimmung auf dem gesamten Festgelände sehr gut und entspannt war. Die Deliktszahlen lagen nur leicht über denen des Vorjahres. Erfreulich ist, dass die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen sehr gering war und auch nur ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet wurde. Im Bereich der Diebstahlsdelikte war zwar eine Steigerung zu verzeichnen, jedoch wurde ein Tatverdächtiger, welcher für mehrere Diebstähle in Frage kommt, auf frischer Tat festgenommen.
Zu den „Public Viewing“ Veranstaltungen im Festzelt strömten jeweils mehrere tausend Besucher auf den Festplatz und vor allem ins Festzelt, um hier die Fußballbegegnungen auf Großbildschirmen zu verfolgen. Hierbei waren glücklicherweise keine Sicherheitsstörungen zu verzeichnen.
Hohes Besucheraufkommen durch optimales Wetter
Da das Wetter an fast allen Festtagen nahezu optimal war, konnte ein sehr hohes Besucheraufkommen verzeichnet werden. Insbesondere an den Wochenenden war der Festplatz stark frequentiert. Auch aufgrund dieser Tatsache waren mehr Einsätze als noch im Vorjahr zu bewältigen.
Schon seit vielen Jahren ist die Polizeiinspektion Aschaffenburg mit einer ständigen Volksfestwache ab den Nachmittagsstunden auf dem Festgelände für den Bürger als Ansprechpartner vor Ort. Des Weiteren wird die Sicherheit auf dem gesamten Festplatz durch mehrere Fußstreifen gewährleistet.
Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Würzburg und der Operativen Ergänzungsdienste Aschaffenburg unterstützten die Polizeiinspektion bei der Bewältigung der vielfältigen Einsatzaufgaben. Mitarbeiter der Sicherheitswacht führten ebenfalls täglich Fußdienstgänge auf dem Gelände des Volksfestes durch.
Festgestellte Delikte und erforderliche Maßnahmen
Als wirkungsvolles Mittel zur vorbeugenden Bekämpfung von Sicherheitsstörungen haben sich die Platzverweisungen und Betretungsverbote erwiesen. Wegen verschiedenster Delikte (z.B. Beteiligung an tätlichen Auseinandersetzungen oder Mitführen von Messern) wurden während der 12-tägigen Festdauer gegen insgesamt 43 Personen (Vorjahr 31) Platzverweise und zumeist auch Betretungsverbote ausgesprochen.
In der Bilanz für das diesjährige Volksfest stehen darüber hinaus noch 11 Körperverletzungsdelikte (Vorjahr ebenfalls 11), darunter 2 in der gefährlichen Ausführung (z. B. Angriff von mehreren Personen gegen einen Geschädigten oder Treten ins Gesicht), die in eine Strafanzeige mündeten. Die Abschluss-Statistik weist noch 8 Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz (Vorjahr 2), 16 Handy-, Taschen-, Geldbörsen- oder sonstige Diebstähle (Vorjahr 13) auf. Des Weiteren wurde eine räuberische Erpressung begangen.
Festnahme mehrerer Tatverdächtiger
Sowohl im Bezug auf die räuberische Erpressung, als auch in Fällen von Handtaschendiebstahl konnten mehrere Tatverdächtige festgenommen werden. Die weiteren Ermittlungen in diesen Fällen führt die Polizeiinspektion Aschaffenburg bzw. die Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg.
Bei einem Widerstandsdelikt wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt (Vorjahr 2), zweimal mussten Beamtenbeleidigungen zur Anzeige gebracht werden (Vorjahr 3). Ingesamt wurden 5 Verstöße gegen das Waffengesetz (z.B. verbotene Messer) festgestellt (Vorjahr 2). Drei erheblich betrunkene Jugendliche wurden im Rahmen polizeilicher Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben. Insgesamt wurden 22 Fälle von Fund- oder Verlustanzeigen aufgenommen und über die Volksfestwache abgearbeitet. Gegenstände, die nicht mehr abgeholt wurden, werden dem Fundamt der Stadt Aschaffenburg übersandt und können dort abgeholt werden.
Verkehrsgeschehen
Sowohl durch die beiden Großfeuerwerk als auch durch den Volksfestumzug war die Polizeiinspektion Aschaffenburg gefordert.
Insgesamt wurden aufgrund der Missachtung der aufgestellten Haltverbote der Feuerwerke 20 Fahrzeuge abgeschleppt. Des Weiteren mussten rund um den Volksfestplatz insgesamt cirka 140 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen werden, da Fahrzeuge verbotswidrig im Haltverbot abgestellt waren.
Besonders auffällig war, dass die Haltverbote auf der Darmstädter Straße regelmäßig durch eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmer missachtet wurden. Der große Volksfestumzug erforderte eine Vielzahl von Verkehrsmaßnahmen, welche auch im Zusammenwirken mit der Feuerwehr Aschaffenburg erledigt wurden.
Gesamtfazit zum Volksfest
Trotz einer hohen Einsatzbelastung für die Beamtinnen und Beamten, insbesondere an den Wochenenden, ist die Polizeiinspektion Aschaffenburg mit dem Gesamtverlauf des 87. Aschaffenburger Volksfestes zufrieden.
Durch die polizeiliche Präsenz auf dem Festgelände, das engagierte und professionelle Verhalten aller Beteiligten, sowie das gute Zusammenwirken aller Behörden, Organisationen und dem Sicherheitsdienst wurde die Sicherheit des Volksfestes auf hohem Niveau gewährleistet.
Das Verhältnis zwischen Veranstalter, Schaustellern und den Behörden war sehr konstruktiv und auf hochprofessionellem Niveau.

