Kranzniederlegung am Gedenksteins Riemenschneiders

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4. Juli 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Gedenken an Tilman Riemenschneider

Am 7. Juli 1531 starb in Würzburg der berühmte Bildschnitzer, Bürgermeister und Ratsmitglied Tilman Riemenschneider. Oberbürgermeister Christian Schuchardt wird am 7. Juli um 9 Uhr einen Kranz am Gedenkstein Riemenschneiders am Würzburger Dom anbringen.

Wer war Tilman Riemenschneider?

Tilman Riemenschneider war einer der bedeutendsten Bildhauer und Bildschnitzer, dessen Werke sogar im New Yorker Metropolitan Museum of Art ausgestellt wurden. Er wurde um 1460 in Heiligenstadt im Eichsfeld geboren. Schon als Junge  um 1473 erlernte er Fertigkeiten der Bildhauerei. Im Laufe der Jahre bekam er durch seine Kunst einen hervorragenden Ruf und wurde sehr vermögend.

1504 ließ er sich in den Rat der Stadt Würzburg berufen, dem er anschließend 20 Jahre angehörte. Zwischen 1520 und 1524 übernahm er das Amt des Bürgermeisters, welches ihm ein noch höheres Ansehen und lukrative Aufträge als Künstler einbrachte.

Nach Folter zurückgezogenes Leben

Zur Zeit der Aufstände der Bauernkriege wurde Riemenschneider, sowie alle anderen Ratsherren, im Kerker der Festung festgehalten und kam erst nach monatelanger Folter wieder frei. Bis zu seinem Tod 1531 führte er mit seiner vierten Ehefrau in Würzburg ein zurückgezogenes Leben. Als Nachfolger Tilmans übernahm sein auch als Jörg bekannter Sohn Georg Riemenschneider aus zweiter Ehe die Werkstatt. Erst im 19. Jahrhundert wurde Tilman Riemenschneider anhand seiner Kunstwerke wiederentdeckt.

Riemenschneider wohnte in der Franziskanergasse 1 und starb dort am 7. Juli 1531. Eine Gedenktafel in der Sterngasse erinnert an ihn als Baumeister und Bürgermeister.

Selbst Riemenschneiders Grabstein, den sein Sohn Jörg angefertigt haben soll, war verschollen und wurde erst 1822 wiedergefunden. Ein Abguss ist heute in der Nähe des Fundorts an der Außenmauer des St. Kilian Doms gegenüber dem Eingang zum Dom-Museum befestigt. Das Original befindet sich im Mainfränkischen Museum auf der Festung Marienberg.

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