Mercedes-Filialen protestieren: Menschenketten gegen Schließung

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Würzburg erleben

7. Juli 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Mit Menschenketten gegen Schließung

Mit Menschenketten demonstrieren seit heute Morgen die Mitarbeiter der Mercedes-Niederlassung in Würzburg und Schweinfurt gegen mögliche Schließungen ihrer Standorte.

Die Beschäftigten in Würzburg werden sich ab 9:30 Uhr denen der Schweinfurter Niederlassung anschließen, die bereits seit 7:30 Uhr auf die Situation aufmerksam machen. Ab 13:00 Uhr sind auch die Angestellten des Nutzfahrzeugzentrums in der Kitzinger Straße in Würzburg bei der Aktion dabei. Insgesamt beteiligen sich heute 34 deutsche Mercedes-Niederlassungen.

Schließung 50 deutscher Niederlassungen?

Mit der Protestaktion wollen die Beschäftigten zusammen mit der Gewerkschaft IG Metall gegen die angekündigten Schließungen von insgesamt 50 Niederlassungen in Deutschland demonstrieren, die der Daimlervorstand angekündigt hatte. Welche Filialen betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Ärgernis verständlich

Im Jahr 2008 haben 15.000 Mitarbeiter in den Niederlassungen von Mercedes Benz Zugeständnisse bei der Entlohnung und den Arbeitszeiten gemacht. Der Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) verzichtete dafür bis Ende 2017 auf betriebsbedingte Kündigungen sowie bis Ende 2015 auf den kompletten Verkauf von Niederlassungen. Einzelne Standorte hingegen dürften jedoch verkauft werden. Damit ist Konfliktpotential vorprogrammiert.

Niederlassungen nicht profitabel

Mercedes-Niederlassungen müssen so wirtschaftlich wie Vertreter arbeiten. Der Autokonzern hat in Deutschland 34 Niederlassungen mit 139 Standorten. In der Autobranche verursachen Niederlassungen aufgrund ihrer Konzernzugehörigkeit  höhere Kosten und sind dadurch weniger profitabel als das Händlernetz. Nicht selten machen sie Verluste.

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