Uniklinik: 11,3 Millionen Euro für Sanierung der Versorgungsinfrastruktur

Anzeige

Würzburg erleben

10. Juli 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Rosenthal und Halbleib begrüßen 11,3 Millionen

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause gab der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtages 11,3 Millionen Euro für die dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen der Versorgungsleitungen am Universitätsklinikum Würzburg frei. Das teilte der stellvertretende Vorsitzende des Haushaltsauschusses MdL, Volkmar Halbleib, gemeinsam mit seinem Landtagskollegen Georg Rosenthal mit.

„Mehr als überfällige“ Investition 

Die Baumaßnahme des Freistaates umfasst die Erweiterung und Sanierung der über 100 Jahre alten, teils maroden Versorgungsleitungen im Bereich der Klinik-Altbauten. Für Volkmar Halbleib ist die Millionen-Investition „mehr als überfällig“. Aufgrund herabfallender Betonteile wurden statische Untersuchungen vorgenommen, wobei eine akute Einsturzgefahr von Versorgungskanälen festgestellt wurde.

Daraufhin wurden Sperrungen der betroffenen Heizgänge und eines darüber liegenden Straßenbereiches vorgenommen. Zur Abwendung der akuten Einsturzgefährdung mussten vielfach Notabstützungen vorgenommen werden.

Ziel: Gemeinsamer Kabelgraben 

Konkret beinhaltet die Hochbaumaßnahme insbesondere den Bau bzw. die Instandsetzung von etwa 400 Metern Versorgungskanälen, 13 Kilometern Rohrleitungen und 30 Kilometern Elektroleitungen.

Das Bauprojekt sieht außerdem vor, die Maschinentechnik sowie Elektroleitungen in einem gemeinsamen Kabelgraben zu verlegen und zu diesem Zweck neue Kanäle anzulegen. Durch den Einbau einer Brandmeldeanlage sollen die Kanäle künftig flächendeckend brandmeldetechnisch überwacht werden.

Baubeginn ab 2015

Für Halbleib und Rosenthal ist die Erneuerung der Versorgungsleitungen ein wichtiger Baustein im Rahmen der Gesamtentwicklung der Uni-Kliniken. Aber sie drängen auch darauf, dass die weiteren anstehenden Bauprojekte zügig angepackt werden.

Beim lang diskutierten Versorgungskanal zwischen Altareal und der Kopfklinik unter der Straßenbahn-Trasse wird derzeit die Ausführungsplanung erstellt. Sobald die hochsensiblen Versorgungsleitungen wie Strom-, Wasser-, Gas- und EDV-Leitungen für den Betrieb der hochkomplexen Geräte des Klinikums verlegt sind, kann ab dem Jahr 2015 hoffentlich mit dem Bau der neuen Gleise für die Linie 1 und 5 begonnen werden.

Erweiterungsarbeiten in greifbarer Nähe

Die Kosten hierfür werden auf 10,3 Millionen Euro geschätzt. Damit ist die Verwirklichung der Erweiterungsarbeiten an der Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 zum Universitätsklinikum endlich in greifbare Nähe gerückt.

Zu einer großen Herausforderung an der Universitätsklinik zählt für die Abgeordneten vor allem die Kopfklinik, deren Neubau sich gerade in der Planung befindet.

„Die Kopfklinik ist ein zentrales Projekt für den Klinikstandort Würzburg“, so MdL Georg Rosenthal. Derzeit wird die Genehmigungsplanung für den ersten Bauabschnitt erarbeitet. Allein die Erschließungsmaßnahmen werden auf 13 Millionen Euro geschätzt.

Banner2
Topmobile2