Betrüger legt Rentnerin mit „Enkeltrick“ herein
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Würzburg erleben
20. Juli 2014

Symbolbild Würzburg
Mit Enkeltrick 350 Euro ergaunert
WÜRZBURG. Am Samstagabend war ein so genannter Enkeltrickbetrüger leider wieder einmal erfolgreich. Eine Rentnerin aus dem Würzburger Stadtteil Frauenland wurde mit dieser Masche um 350 Euro gebracht. Bei der Abholung des Geldes trat ein falscher Polizeibeamter auf. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Würzburg.
Dreister Anruf
Die 88-Jährige hatte gegen 20:20 Uhr einen Anruf eines angeblichen Enkels erhalten. Dieser gab in dem Telefonat an, in Würzburg einen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Zur Begleichung des Unfallschadens benötige er sofort 3.000 Euro. Allerdings dürfe er den Unfallort nicht verlassen, weshalb stellvertretend ein „Polizeibeamter“ zum Abholen des Geldes vorbeikäme.
„Dienstausweis“ gezeigt
Im Laufe des Gesprächs wurden die Geldforderungen auf 350 Euro zurückgeschraubt. Diesen Betrag übergab die Seniorin dann kurze Zeit später an einen Unbekannten, den sie vor ihrem Haus erwartete. Der Mann zeigte eine Art Dienstausweis und machte sich dann mit dem Geld aus dem Staub.
Erst einige Stunden später erfuhr die Tochter der Rentnerin von der Geschichte und verständigte die Polizei. Von dem angeblichen Polizisten, der das Geld abholte, ist nur bekannt, dass er etwa 30 Jahre alt ist und Deutsch mit ausländischem Akzent sprach.
Kripo warnt
Die weiteren Ermittlungen führt jetzt in die Kriminalpolizei Würzburg. Zum wiederholten Mal ergeht eine dringende Warnung durch das Polizeipräsidium Unterfranken, auf solche finanziellen Forderungen am Telefon nie einzugehen. In diesen Fällen empfiehlt es sich stets, zuvor Rücksprache mit den tatsächlichen Verwandten zu halten, ob eine wie bei dem Telefonat geschilderte Notlage tatsächlich auch vorliegt.
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