Run, Johannes, run! – Durchs Ziel für die Station Regenbogen

Anzeige

Würzburg erleben

21. Juli 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ankommen und gleichzeitig Spenden sammeln

Johannes Geng ist am 6. Juli 2014 für den guten Zweck geschwommen, radgefahren und gelaufen. Die Ziele bei seinem allerersten Triathlon: ankommen und so viele Spenden wie möglich zu Gunsten der Elterninitiative Leukämie- und Tumorkranker Kinder Würzburg e.V. sammeln.

Geldübergabe auf der Station

Am 17. Juli 2014 durfte der 23-jährige Medizinstudent dann die onkologische Station „Regenbogen“ der Universitätskinderklinik besuchen. Frau Jana Lorenz-Eck, die Vorsitzende der Elterninitiative Leukämie- und Tumorkranker Kinder Würzburg e.V., und Herr Prof. Dr. Paul-Gerhardt Schlegel, der Leiter der Kinderonkologie und Stammzelltransplantation, haben ihm bei seinem Besuch viel von ihrer Arbeit erzählt und ihn über die Station geführt.

Beeindruckend fand Johannes vor allem, dass die meisten Spenden eher von vielen, vielen Würzburgern, denen die Arbeit der Initiative am Herzen liegt, kommen und nicht etwa durch Großspenden von Firmen, was er eigentlich erwartet hatte.

Eine Perle für jede unangenehme Untersuchung

Besonders berührt hat den 23-Jährigen auch ein kleiner „Brauch“ auf der Station: An den Infusionsständern hängen lange Schnüre, an denen lauter Anhänger und Perlen aufgereiht sind. Jedes Mal, wenn ein Kind eine unangenehme Untersuchung über sich ergehen lassen muss oder z. B. eine Nadel gelegt bekommt, gibt es als Anerkennung eine neue Perle. Die teilweise meterlangen Ketten lassen erahnen, was die Patienten auf ihrem Weg so alles durchgemacht haben müssen.

Freude und Leid stehen extrem nah beieinander

Obwohl hier Freude und Leid extrem nah beieinanderstehen, hatte Johannes das Gefühl, dass auf der Station eine sehr fröhliche Atmosphäre herrscht, was nicht zuletzt an der Arbeit der Elterninitiative und den Angeboten, die sie ermöglicht, liegt. Überall hängen Fotos der Kinder und es wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder ein weitgehend normales Leben führen können – es wird also z. B. auch mal PlayStation oder Wii gespielt, zusammen gekocht oder eine Pizza bestellt.

Geld für die Segelfreizeit

Ende August findet eine Segelfreizeit für 10 Patienten bzw. Geschwisterkinder in Holland statt. Diese Freizeit bietet einen immens wichtigen Bestandteil der Krankheitsbewältigung. Neben der Erholung von den Strapazen der Krebstherapie bietet sie den Kindern die Möglichkeit, eigene Stärken und Fähigkeiten wieder neu zu entdecken, sowie Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken. Teamgeist und Erfahrungsaustausch bieten einen Kontrast zu Gefühlen von Hilflosigkeit und Passivität im Krankenhaus.

Danke an die großzügigen Spender 

Ganz konkret für diesen Segeltörn mit speziellem erlebnispädagogischem Personal hat Johannes beim Würzburg Triathlon teilgenommen und Geld gesammelt.

Dank vieler großzügiger Spender sind bis jetzt 701 Euro an Spenden auf der Seite www.betterplace.org/de/fundraising-events/station-regenbogen für die Elterninitiative zusammengekommen. Es kann weiterhin gespendet werden.

So war Johannes‘ erster Triathlon

„Der Triathlon selber war ein riesen Erlebnis und da es mein allererster war, ging ich aufgeregt an den Start. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir im Erlabrunner Badesee. Im Wasser ging es drunter und drüber und ich war froh, als ich wieder Land unter den Füßen hatte. 34 Fahrrad- und fünf Laufkilometer später bin ich dann nach 1:37h als 26. (6. Meiner Altersklasse) ins Ziel gekommen. Mein eigentliches Ziel habe ich aber dank der vielen Spender schon vorher erreicht“, sagt Johannes über seinen ersten Triathlon.

Gymnastik, Klinikclowns und psychologische Betreuung

Er fand es sehr schön, direkt vor Ort sehen zu können, wo das Geld ankommt und zu erfahren, was damit gemacht wird. Die Elterninitiative der Station Regenbogen hat einen laufenden Bedarf und ist dringend auf die Spenden der Würzburger angewiesen. Neben Gymnastik, Musik und Entspannungsangeboten werden Klinikclowns, aber auch zusätzliche Ärzte und Krankenschwestern und klinische Forschung finanziert.

Ganz wichtig ist auch die psychologische Betreuung der betroffenen Kinder und ihrer Familien sowie die Bereitstellung von Wohnungen für die Eltern in der Nähe der Kinderklinik um die Familien auf dem schwierigen, aber hoffnungsvollen Weg zu begleiten.

Was leistet die Elterninitiative?

In der Würzburger Universitätskinderklinik stellen sich pro Jahr etwa 100-120 Kinder aus ganz Deutschland und teilweise aus dem Ausland mit bösartigen Erkrankungen vor und werden auf den Stationen Regenbogen und Schatzinsel aufgenommen und behandelt.

Ein wichtiger Wegbegleiter für die betroffenen Kinder und Eltern ist in dieser schweren Zeit die Elterninitiative. Sie hilft in vielfältiger Weise, die oft langen Aufenthalte im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu gestalten und unterstützt die Familien, diesen schwierigen, aber durchaus hoffnungsvollen Weg zu gehen. Neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung ermöglicht sie durch ehrenamtliches Engagement zum Beispiel Folgendes:

• Familiengerechte Ausstattung der Stationen Regenbogen, Schatzinsel
und Leuchtturm

• Frohe Stunden mit Musiktherapie und Klinikclowns

• Gymnastik- und Entspannungsangebote

• Finanzierung von zusätzlichen Stellen, z.B. ambulante Kinderkrankenschwestern 
und Ärzte

• Förderung von Forschungsprojekten, um die Therapien weiter zu verbessern

• Eine Stiftungsprofessur für klinische und experimentelle zelluläre Therapie

• Wohnungen für Eltern

• Psychosoziale Betreuung der Kinder und ihrer Familien

Banner2
Topmobile2