Feuerwehr kämpft zunächst gegen 140° C heißen Dampf
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Würzburg erleben
23. Juli 2014

Symbolbild Würzburg
Löschfahrzeug fordert Unterstützung an
Wie bereits berichtet kam es gegen 11:30 Uhr im Keller eines Kaufhauses in der Klinikstraße aufgrund eines technischen Defekts zu einem Dampfaustritt. Nachdem zunächst erst ein Löschzug mit nur einem Fahrzeug für Lüftungsmaßnahmen alarmiert worden war, wurden aufgrund der Rückmeldung, dass zwei Arbeiter im Keller vermisst werden, wurde weitere Unterstützung angefordert.
Letztlich kamen also 21 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr zum Einsatz, die von weiteren 16 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt wurden. Grund für die Alarmierung zusätzlicher Löschfahrzeuge war, dass zwei Arbeiter vermisst wurden, die womöglich in dem Raum, in dem der Heißdampf ausgetreten war, gearbeitet haben.
140° C heißer Dampf verhindert zunächst Zugang
Zwei Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz versuchten, den betroffenen Bereich nach den vermissten Personen abzusuchen, mussten dies aber aufgrund des 140° C heißen Dampfes frühzeitig wieder abbrechen.
Zweiter Versuch über Lichtschacht
In der Zeit wurde ein zweiter Zugang über einen Lichtschacht geschaffen, um weitere Bereiche im Keller kontrollieren zu können. Mit Kräften der Stadtwerke wurde abgeklärt, dass die Dampfleitung für die komplette Kaiserstraße abgeriegelt wird. Nachdem der Dampfdruck abgesunken war, konnte der Raum betreten und abgesucht werden.
Drei Verletzte
Die Handwerker befanden sich glücklicherweise nicht mehr dort und meldeten sich fast zeitgleich bei der Einsatzleitung. Nachdem der Bereich belüftet und die Zugänge wieder gesichert waren, konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Laut der Berufsfeuerwehr Würzburg wurden drei Feuerwehrmänner beim Einsatz verletzt.
Ursache: defekter Dampfschieber
Grund für den Feuerwehreinsatz war ein defekter Dampfschieber, der zu einem Fernwärmenetz gehört. Hiermit liefert die WVV mittels Dampf und teilweise schon mit Heizwasser Wärme in die Gebäude mancher Stadtgebiete. Die Wärme wird für die Heizung eingesetzt.
Der nächste Einsatz folgt prompt
Fast zeitgleich wurde die Feuerwehr Würzburg zu einem Flächenbrand bei Oberdürrbach alarmiert, zu dem ein weiteres Fahrzeug der Berufsfeuerwehr, die Feuerwehr Oberdürrbach sowie die Feuerwehr Unterdürrbach alarmiert wurden.

