Fördermitteltag Mainfranken
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Würzburg erleben
24. Juli 2014

Symbolbild Würzburg
„Innovationen muss man sich leisten können“
„Innovationen muss man sich leisten können.“, so bringt es Herbert Antes, Leiter der Nürnberger Repräsentanz der LfA Förderbank Bayern, auf den Punkt. Egal, ob es um nicht rückzahlbare Zuschüsse oder, wie im Fall der LfA, um geförderte Darlehen geht. Das Risiko, entweder bereits bei der Entwicklungsarbeit oder später bei der Markteinführung zu scheitern, hält gerade kleine und mittlere Unternehmen von der Umsetzung ihrer Ideen ab. Genau hier setzen die Förderinstrumente von Land, Bund und EU an.
50 Teilnehmer am mainfränkischen Fördermitteltag
Rund 50 Teilnehmer begrüßte Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt, auf dem Mainfränkischen Fördermitteltag in der IHK. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zahlreichen Förderprogramme, die Unternehmen zur Unterstützung für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung
stehen.
„Haus der Forschung“
Den ersten Teil der Veranstaltung bildete das „Haus der Forschung“ aus Nürnberg mit seinen vier Standbeinen. Den Anfang machte Dagmar Williams von der Bayerischen Forschungsstiftung. Die Stiftung kann Fördermittel auch im Vorfeld auszahlen. So muss das Unternehmen nicht in Vorkasse gehen. Über
den Projektfinder auf der Homepage der Bayerischen Forschungsstiftung kann man sich über geförderte Projekte informieren. Wie bei allen anderen Förderprogrammen gilt: Das Projekt darf noch nicht begonnen haben. Janka Gruschczyk vom Innovations- und Technologiezentrum Bayern (ITZB) gab einen
Überblick über die Bayerische Förderlandschaft, unter anderem das Bayerische Programm zur Förderung von technologieorientierten Unternehmensgründungen (BayTOU), das auch reine Softwarevorhaben fördert.
Besonders interessant für kleine und mittlere Unternehmen sind die relativ unbürokratisch abrufbaren bayerischen Innovationsgutscheine. Michael Holland-Moritz, Bayern Innovativ GmbH, lenkte den Blick auf die internationale Ebene. Er stellte das KMU-Instrument des EU-Förderprogramms „Horizon 2020“ vor, in dem der Fokus der Förderung vor allem auf der Markteinführung von Innovationen liegt und das sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet. Das Programm weist eine sehr hohe Förderquote auf.
Überblick über Fördermöglichkeiten
Im zweiten Teil der Veranstaltung lag der Schwerpunkt auf den Darlehen sowie auf Beratungs- und Coaching-Förderprogrammen. Dr. Sascha Genfers, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung vermittelte einen Überblick über die fünf wichtigsten Fördermöglichkeiten für Existenzgründer und Unternehmen in Wachstum oder Schieflage. Gute Ideen entwickeln und umsetzen ist die eine Seite, gewerbliche Schutzrechte anmelden, die Andere. Beides ist eng miteinander verbunden. Daniela Sascha vom Zentrum Marke und Patent des TGZ stellte SIGNO vor, ein Programm, das Unternehmen bei der Patentrecherche und der Patentanmeldung hilft.
Abschließend informierte Jürgen Herber, Referent Innovation und Rohstoffe bei der IHK über das technologieoffene „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (kurz: ZIM). Dieses überaus erfolgreiche und sehr vielfältig einsetzbare Förderprogramm wird ab 2015 mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des IHK-Jahresthemas 2014 „Deutschland im Wettbewerb. Gutes sichern. Neues wagen“ statt. Forschung und Entwicklung ist die Basis für einen erfolgreichen Wettbewerb und für die Umsetzung von Wissen in erfolgreiche Produkte.

