Ein Ende der HIV-Epidemie 2030?

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Würzburg erleben

31. Juli 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ja, wenn es gelingt die Diskriminierung von HIV zu beenden

Die Zahl der Neudiagnosen von HIV in Deutschland ist 2013 laut dem Robert-Koch-Institut um ca. 10% angestiegen. Hinter dieser auf den ersten Eindruck erschreckend hohen Zahl verbirgt sich aber auch eine gute Nachricht. Zwar ist jede neue HIV-Infektion eine zu viel. Der Anstieg der Neudiagnosen deutet darauf hin, dass sich mehr Menschen auf HIV testen lassen. Dies ist die gute Nachricht.

20.000 Deutsche haben Aids und wissen es nicht

Es ist hinreichend gesichert, dass ein Viertel bis zwei Drittel der Ansteckungen mit dem HI-Virus über Virusträger erfolgt, die nichts von ihrer Infektion wissen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass allein in Deutschland bis zu 20.000 Menschen leben, die infiziert sind und ihren Status nicht kennen.
Die Gründe dafür, dass sich Menschen nicht auf HIV testen lassen, sind vielfältig. Ein wesentlicher Grund aber ist die Angst vor der erwarteten Diskriminierung durch Bekannte, Familie und Gesellschaft. Es gibt sie noch immer die Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen, aber sie geht deutlich zurück.

Und dies wirkt sich durchaus positiv auf die Zahl der Neudiagnosen aus und damit letztendlich auch auf die Zahl der Neuinfektionen mit HIV. Es gilt die Gleichung: je weniger Diskriminierung, desto mehr Bereitschaft zum HIV-Test, desto weniger Neu-Infektionen.

„Würzburg zeigt Schleife“

Auf dem 13. Bayerischen Forum AIDS-Prävention letzte Woche in Ismaning wurde bekannt, dass während der Bayerischen Testwochen im Juni sich deutlich mehr Menschen haben testen lassen. Ein Ende der Diskriminierung wird dadurch aber noch nicht angezeigt.

Die Delegierten der 20. Welt-Aids-Konferenz in Melbourne fordern deshalb folgerichtig, dass alles getan werden muss, um die Diskriminierung von Menschen mit HIV zu beenden. Neben dem Zugang zu Medikamenten ist dies eine der Säulen, um die Epidemie bis 2030 zu stoppen. Ein ehrgeiziges Ziel, das durchaus machbar ist. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Würzburg zeigt Schleife“ initiiert die Aids- Beratungsstelle der Caritas auch 2014 wieder zahlreiche Aktionen in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg mit dem Ziel, die Diskriminierung der Menschen mit HIV zu zurückzudrängen.

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