Müll aus fremden Städten in Würzburg

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Würzburg erleben

4. August 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

210.500 Tonnen Müll 2013 verbrannt

Im hiesigen Müllheizkraftwerk wurden im Jahr 2013 210.500 Tonnen Müll verbrannt und das nicht nur aus Würzburg. Der Zweckverband Abfallwirtschaft, bestehend aus Stadt und Landkreis Würzburg, sowie dem Landkreis Kitzingen, stimme Vertragsverlängerungen bis 2029 zu und zwar aus der Region Ansbach, dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und dem schwäbischen Ostalbkreis. Schon zehn Jahre liefern dies Regionen ihren Hausmüll nach Würzburg.

Begründet wurde dies durch die vorhandenen Kapazitäten bei der erforderlichen Auslastung der drei Ofenlinien, davor wurden diese Kapazitäten häufig zur Verbrennung von Gewerbemüll genutzt. Da Deponien im Osten der Republik derlei Abfällt jedoch zu sprichwörtlichen „Dumping Preisen“ entsorgen, war dies für das MHKW Würzburg auf Dauer kein lukratives Geschäft. Drei Viertel des verbrannten Mülls stammen mittlerweile aus dem Verbandsgebiet und den Vertragsregionen.

„Mülltourismus“ in Würzburg

„Mülltourismus“ bezeichnen Kritiker diese Verträge, doch es ist auch eine ernstzunehmende Einnahmequelle für den Zweckverband. 140 Euro pro Tonne Hausmüll zahlt etwa der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen für die Verbrennung an das MHKW und spart sich dadurch den Bau einer eigenen Verbrennungsanlage.

Durch die nun erneuerte Vertragslage hat der Zweckverband die Kosten gesenkt. Nun zahlt der selbige Landkreis für die Verbrennung pro Tonne nur mehr 112 Euro, verpflichtet sich jedoch auch bis zum Jahre 2028 mindestens 8.500 Tonnen pro Jahr nach Würzburg zu befördern. Verhandelt wird noch mit dem Landkreis Bad Kissingen, die dortige Deponie nimmt nämlich einen Großteil der Ofenschlacken des MHKW auf. Bisher wird für vier Tonnen Schlacke, eine Tonne Bad Kissinger Hausmüll in Würzburg verbrannt. Diese Vereinbarung würde man seitens des Zweckverbandes gerne beibehalten.

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