Autobahnschütze: Prozessauftakt in Würzburg

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Würzburg erleben

11. August 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

WÜRZBURG. Punkt 9:00 Uhr heute Morgen, hat am Landgericht Würzburg der Prozess gegen den Lkw-Fahrer begonnen, der insgesamt mehr als 760 Schüsse, vorwiegend auf Autotransporter, abgefeuert haben soll. Im November 2009 verletzte er dabei eine Autofahrerin auf der A3 bei Würzburg schwer. Die Frau traf ein Schuss in den Hals.

Wie bereits berichtet, legt die Anklage dem Lastwagenfahrer u.a. fünfmal versuchten Mord zur Last. Er habe heimtückisch gehandelt und die Gefahr für Leib und Leben anderer zumindest billigend in Kauf genommen. Der Mann selbst erklärte gegenüber den Ermittlern, es sei nie seine Absicht gewesen, Personen zu verletzen. Weiter wird ihm auch versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung und der Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Monatelange Kennzeichenauswertung

Der damals 57-jährige Berufskraftfahrer Michael Harry K. wurde im Juni 2013, nach intensiven Ermittlungen und nach monatelanger Auswertung von  Kennzeichen, in seinem Wohnhaus in der Eifel festgenommen.  Nachdem er die Taten in den ersten Vernehmung abgestritten hatte, gestand er schließlich. Neben mehreren Waffen, wurden bei dem Mann auch über 1.300 Schuss Munition gefunden.

Motiv: Ärger über Lkw-Fahrer

Als Grund für die Taten gab der verheiratete Tatverdächtige an, er sei vor Jahren von einem Autotransporter abgedrängt worden. Des Weiteren habe er sich öfters über die Fahrweise der Lkw-Fahrer ärgern müssen.

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