Ans Ziel kommen: 3 Skurrile Mitfahrer–Geschichten

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Würzburg erleben

19. August 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Wie fahrt Ihr mit?

Würzburg ist eine der schönsten Städte der Welt, aber um sich immer wieder ihrer Schönheit erfreuen zu können, muss man sie auch ab und an mal verlassen. Da unsere tolle Stadt am Main außerdem sehr praktisch gelegen ist, also so in etwa in der Mitte Deutschlands, bietet sich dem Reiselustigen eine Vielzahl an nahen und fernen Zielen. Im Jahr 2014 gesellt sich zur Frage des „Wo“, dann auch noch das „Wie“. Eigenes Auto? Fehlanzeige! Die Bahn ist zu teuer und die Verbindungen sind auch alles andere als toll.

Früher hat man dann auf die „Mitfahrgelegenheit“ zurückgegriffen. Heute haben sich zu dieser eine Menge Alternativen gesellt, aus denen die Art des Reisens ausgewählt werden kann. Der Bahn machen vor allem die komfortablen und günstigen Fernbusse, wie etwa „Flixbus“ Konkurrenz. Zur „Mitfahrgelegenheit“ gesellten sich im Laufe der Zeit Alternativen wie etwa „BlaBlaCar“, die „Mitfahrzentrale“, „Hitchhikers“ oder der „Fahrtfinder“.

Reisen mit Komfort-Faktor

Bahn und Bus sind für die meisten Reisenden wohl die komfortabelste Reisemöglichkeit. Ein angenehm großer Sitzplatz, zumindest ein bisschen Beinfreiheit, eine Toilette an Board, häufig sogar WLAN und meist die Möglichkeit Getränke und Snacks zu kaufen. So lässt es sich auch auf längeren Strecken gut aushalten und man kommt ganz in Ruhe ans Ziel.

„Freakige Menschen“ treffen

Etwas ganz anderes ist es wiederum sich einen Mitfahrer mit fahrbarem Untersatz zu suchen. Einige Würzburger haben uns dazu ihre lustigsten bzw. skurrilsten Mitfahr-Geschichten erzählt. Man kann wohl großes Glück haben, in einem ordentlichen Auto mit netten Mitfahrern und ausreichend Platz, oder eben auch nicht. Simon, der regelmäßig „mitfährt“ hat schon einiges erlebt.

„Ich hatte mitunter sehr spaßige Fahrten, aber auch anstrengende. Auf einer Fahrt von Würzburg nach Bremen wurde mir eine Palme auf den Schoß gesetzt. Auf der Rückfahrt nahm mich eine Frau mit ihrem Kind mit, dieses schrie fast die komplette Fahrt wie am Spieß. Es ist mir auch schon häufiger passiert, dass mein Gepäck kaum mehr Platz hatte und mir nach Stunden mein Hintern einschlief. Manchmal trifft man auch auf echt freakige Menschen. Einer hat mich ganz besonders genervt. Es war für ihn wohl seine Welt, er war Student der Raumfahrttechnik glaube ich und hat mir geschlagene drei Stunden was Raumfahrt, Raketen, Weltall etc. erzählt. Wie ein Wasserfall hat der geredet, aber leider hat es mich halt gar nicht interessiert, nur kam ich gar nicht dazu, ihm das zu verklickern.“

Auf Rekordjagd

Leonie nutzte ein einziges Mal eine Mitfahrgelegenheit. „Es war ein junger Mann, der mich damals von München nach mitnahm. Er wirkte total nett und sehr sympathisch. Wir fuhren auf die Autobahn und der kleine Fiat beschleunigte. Bei etwa 140 – 150 km/h dachte ich, wir hätten die Reisegeschwindigkeit erreicht. Falsch gedacht, wir wurden immer schneller, bis wir mit 190 km/h durchs Land bretterten. Als ich ihn vorsichtig auf seine doch etwas hohe Geschwindigkeit ansprechen wollte, sah er mich mit, meiner Meinung nach, leicht verrückten Augen an  und verkündete, wenn wir so weiterfahren würden, dann würde er seinen persönlicheren Rekord auf dieser Strecke endlich unterbieten. Ich hatte Angst!“

Der Hund, der aus dem Fenster springt

Die skurrilste Geschichte erzählte uns Dominik, eine Freundin von ihm hatte einen Mitfahrer gefunden, der leider nie am vereinbarten Ort auftauchte. Warum? Ob der Grund wahr ist oder nicht, verrückt ist er auf jeden Fall. „Der Fahrer konnte die Reise nie antreten, da er, als er morgens ins Auto steigen wollte, einen schweren Schaden an seinem Autodach feststellte. Die einzige Spur: Fellreste. Er musste die Polizei rufen. Gerade als der Schaden begutachtet wurde, kam der Nachbar nach Hause und lieferte wohl des Rätsels Lösung. Er kam gerade vom Tierarzt, da sein Hund nachts aus dem Fenster sprang und auf dem Dach aufschlug. Nach eigenen Angaben sei er dafür auch schon umgezogen, in ein niedrigeres Stockwerk, da der Hund öfter nachts aus dem Fenster springen würde.“

Mitfahrer-Stories gesucht!

Durch die große Konkurrenz zwischen den verschiedenen Portalen sind Mitfahrgelegenheiten doch um einiges seriöser geworden. Auf den gängigen Portalen werden viele Fahrer-Profile mit Bild, Bewertungen, der erlaubten Gepäcks-Anzahl/-Größe, einer ungefähren Fahrzeit und der Automarke angezeigt. Dadurch sollte man Horrorfahrten, Autorennen und dergleichen doch ganz gut „umfahren“ können.

Habt Ihr auch lustige/skurile/verrückte/beängstigende Geschichten, ob als Fahrer oder Mitfahrer, auf Lager? Dann schickt sie uns an redaktion@wuerzburgerleben.de.

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