Das ungelüftete Geheimnis um den trockenen Main

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Würzburg erleben

20. August 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Würzburg der 1960er: Als der Main trocken gelegt wurde

Vor einigen Wochen fragte uns Fan Florian, ob es denn stimmt, dass in Würzburg der Main in den 1960er Jahren trocken gelegt wurde, um Blindgänger zu entfernen. Obwohl in den Kommentaren des Posting viel diskutiert wurde, konnte das Rästel: „Warum wurde der Main trocken gelegt?, Wie wurde der Main umgeleitet? Wann war das genau?“ nicht gelüftet werden.

Eine mögliche Antwort kam von Jan: Der Burkarder Umlaufkanal verlief durch das Mainviertel, dadurch wurde der Bereich um die Burkarder Kirche zur Halbinsel. Ob er wirklich über diesen Kanal umgeleitet wurde, bleibt fraglich. Klaus kommentierte, in Kitzingen wurde das etwa zur gleichen Zeit auch gemacht.

Schleuse geflutet – nach Kriegsmunition gesucht

Florian hat uns noch mehr Bilder vom Flussbett geschickt, vielleicht kommt ja dem einen oder anderen unter Euch ein Geistesblitz. Auch ein Kommentar eines Zeitzeugen haben wir von Florian bekommen:

„Ein Zeitzeuge glaubt, das Bild sei 1951/1952 aufgenommen worden. Angeblich sei die Schleuse in Randersacker geflutet worden und man hätte den Abfluss des Restmains genutzt, um nach Kriegsmunition zu suchen. Die beiden Schiffe waren dem Zeitzeugen offenbar bestens bekannt. Eines hieß „Ursula-Charlotte“, das andere „Libella“ (vorne). Der Rumpf der Libella sei später für den Bau des Schiffes „Alte Liebe“ verwendet worden.“ Florian gibt noch zu Bedenken, dass der Zeitzeuge bei den Schiffen sicher Recht hätte. Nur die Zeitangabe könne nicht stimmen. Der Junge im schicken Strick sei nämlich sein Cousin und an sein Alter, und damit das Entstehungsdatum des Bildes, könne er sich doch noch ganz gut erinnern. Daher muss das Bild um 1960 entstanden sein.

Wisst Ihr mehr?

Könnt Ihr Euch noch an die Zeit erinnern und seid vielleicht sogar vor Ort gewesen? Uns interessiert brennend, ob es sich wirklich um die Suche nach Kriegsmunition dahinter steckt oder der Main aus einem ganz anderen Grund trocken lag. Schreibt uns: redaktion@wuerzburgerleben.de.

 

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