Die 6 beliebtesten Rebsorten der Würzburger
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Würzburg erleben
25. August 2014

In gemütlicher Atmosphäre seinen Wein auf der Weinparade genießen. Foto: Pascal Höfig
Welche Rebsorte genießt Du?
Bald steht wieder das letzte große Weinfest der Saison in Würzburg an – die Weinparade. Hat man erst einmal einen der begehrten Plätze am Unteren Marktplatz ergattert, stellt sich schnell die Frage: Welcher Wein wird bestellt? Dabei haben die Würzburger zwei klare Favoriten, die von weiteren Klassikern gefolgt werden.
1. Silvaner
Der Silvaner ist eine weiße Rebsorte, die ursprünglich aus Österreich stammt. In Deutschland wurde sie nachweislich zum ersten Mal im fränkischen Castell im Jahre 1659 gepflanzt. Die erste Silvaner Rebe am Würzburger Stein datiert auf das Jahr 1665. Obwohl der Silvaner bis in die 1970er Jahre mit 30 % Flächenanteil zur meistangebauten Rebsorte gehörte, sinkt der Anteil stetig. Neben Rheinhessen bepflanzen die Franken die größte Rebfläche mit dem „Österreicher“.
2. Bacchus
Der Bacchus ist eine Kreuzung aus Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau, die seit 1933 gezüchtet wird. Neben Deutschland haben auch die Engländer Gefallen am Anbau dieser weißen Traube gefunden. Die Franken bauen nur ein paar Hektar weniger als die Rheinhessen an. Trotzdem ist der Anbau im gesamten Deutschland stark rückläufig.
3. Scheurebe
Die Scheurebe wurde erstmals im Jahre 1916 gezüchtet und ist eine Kreuzung aus Riesling und der Bukettraube. Kenner sprechen im Zusammenhang mit dieser Weißweintraube von einem subtilen und rassigen Aroma, das sogar an Johannisbeere und Grapefruit erinnern kann. Daher eignet sich diese Rebsorte für edelsüße oder Eisweine. In Franken findet man vergleichsweise wenig Rebfläche.
4. Rotling
Ein Rotling ist ein Verschnitt aus roten und weißen Trauben, die zusammen gekeltert werden. Farblich zwar ähnlich ist er dennoch nicht mit dem Roséwein zu verwechseln. Letzterer besteht nämlich ausschließlich aus blauen oder roten Trauben. Die hellere Farbe ist auf die Herstellung, ähnlich wie die von Weißwein, zurückzuführen.
5. Riesling
Der Riesling zählt wohl zur besten und wichtigsten Rebsorte in Deutschland. Sie wächst fast ausschließlich an steilen Hängen, kann dafür jedoch auch in kühleren Gegenden angebaut werden. Zum ersten Mal erwähnt wurde die Sorte auf einer Rechnung aus dem Jahre 1435. Der Wein wird oftmals als rassig, lebendig, frisch-elegant, vornehm oder gar adlig bezeichnet. Seine Aromen erinnern an Grapefruit, Limone, Zitrone, Apfel, Pfirsich oder die Passionsfrucht. Dennoch zeichnet sich die Sorte „Riesling“ vor allem durch einen relativ hohen Säuregehalt aus.
6. Müller-Thurgau
Der Müller-Thurgau wurde 1882 zum ersten Mal gezüchtet. Seinen Namen hat er vom Schweizer Rebforscher Hermann Müller aus dem Kanton Thurgau. Der Wein gilt aufgrund seiner geringeren Säure als besonders mild aber dennoch fruchtig. Aus der Kreuzung mit Silvaner und Riesling entstand 1933 der Bacchus. Allen drei Weinen sagt man einen angenehmen Muskatton sowie ein mehr oder weniger blumiges Bukett nach. Die größten Anbaugebiete liegen in Rheinhessen, der Pfalz und Baden.

