SMAUL: Der Terror auf leisen Gummisohlen

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Würzburg erleben

8. September 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Radfahrer-Misere in 6 Szenen – Teil 3

SMAUL-Chefredakteur Frank Frei schreibt mit seinem sklavisch ergebenen Team den ersten Fortsetzungsroman für Würzburg erleben. In den nächsten Tagen geht es um die Radfahrer-Misere Würzburgs in 6 Szenen. Und jetzt geht’s weiter mit dem dritten Teil:

Der Terror kam auf leisen Gummisohlen

Ungelenk und eichhörnchengleich keckernd checken die auf der Brücke befindlichen Senioren ein. Sie fühlen sich bestätigt in ihrem dunklen Bündnis gegen die Würzburger Radfahrer im Allgemeinen und Besonderen. Der Abschaum auf Pedalen hält die Perle Mainfrankens schließlich seit Jahren im Würgegriff des Terrors.

Schlagt die Radler, wo Ihr sie trefft 

Es ist mehr als kriminelle Energie, auf dem Gehsteig zu fahren, wenn 30 Zentimeter daneben der Radweg eingezeichnet ist und hunderte gut gemeinter Schilder im Stadtgebiet darauf hinweisen. Es ist Faschismus. Nein, vielleicht eher Kommunismus, die Radfahrer tun ja so, als ob ihnen der Gehsteig auch gehört. Es passiert jeden Tag, mitten unter uns. Gleich, wenn man von der alten Mainbrücke kommt, an der Dreikronenstraße, Richtung Leonhard-Frank-Promenade, wo die Radfahrer wie bei der Tour de France um die Ecke schüren. Bescheuerte aerodynamische Helme. Sonnenbrillen. Eierwärmer aus Teflon. Abstoßend.

Schaltet Euren Blutdruck drei Gänge hoch

Jeder einzelne von uns, wenn er auf den mäandernden Wegen neben den Straßenbahnschienen von der Talavera Richtung Zellerau läuft und Halbstarke ihm in die Seite fahren, ohne einmal zu klingeln, ohne sich zu entschuldigen, sollte sich die Fresse merken und die Biker-Sau anzeigen. Tretlager-Taliban. Bald werden sie sich in die Luft sprengen, nur um unter harmlosen Passanten ihre intolerante Ideologie der Angst und der Einschüchterung zu verbreiten. Lasst euch das nicht bieten, Passanten! Ob Wander- oder Walking-Stock/ Hauptsache, Vorderrad geblockt! Verzeihung, Verzeihung . . . ich habe mich hineingesteigert. Die Frage, der wir nachgehen wollten: Warum flog Bert Bömbel, der Fitnessrentner mit der knallroten Schnauze, plötzlich in voller Fahrt in den Main?

Teil 1 – Akopalüpze alte Mainbrücke

Teil 2 – Es passiert etwas

Teil 3 – Der Terror kam auf leisen Gummisohlen

Teil 4 – Brückenschopper befördern Fahrradfahrer in den Main 

Teil 5 – O.G. Schuchardt dominiert das Game

Teil 6 – Inspiriert von der Realität

SMAUL – Satire für Würzburg

DIE DATEN: Es existierten vor diesem Artikel acht Ausgaben der SMAUL. Sie sind in den Jahren von 2004 bis 2010 entstanden. In einer Auflage von jeweils 500 Stück wurden Magazine an der Hubland-Uni, in Kneipen in der Sanderstraße und der Münzstraße sowie privat verteilt. Mittlerweile sind alle Ausgaben als PDFs sowie die Montagen als JPGs vorhanden.

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