Helmstadt: Pkw kracht auf A 3 in Wohnwagengespann
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Würzburg erleben
12. September 2014

Symbolbild Würzburg
Stundenlanger Stau in Richtung Frankfurt
HELMSTADT. Viel Geduld mussten die Verkehrsteilnehmer aufbringen, die am Donnerstag auf der A 3 zwischen dem Autobahndreieck Würzburg-West und der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt in Richtung Frankfurt unterwegs waren. Nach einem Unfall mit einem Wohnwagengespann am Vormittag hatte sich ein bis zu elf Kilometer langer Stau gebildet, der sich erst im Laufe des Nachmittags wieder auflöste. Am Stauende ereignete sich ein weiterer Auffahrunfall. Den Gesamtschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 28.000 Euro. Es wurde niemand verletzt.
Fahrräder auf Gegenfahrbahn
Gegen 10:30 Uhr fuhr ein 39-jähriger Mann aus dem Landkreis Aschaffenburg mit seinem VW Caddy auf der zweispurigen Autobahn in Richtung Frankfurt. Vor ihm war ein 57-jähriger Hesse, mit seinem Wohnwagengespann nach links ausgeschert und wollte einen Lkw überholen. Der Caddy-Fahrer bremste stark ab, konnte aber nicht mehr verhindern, dass er mit Wucht auf den Wohnwagen prallte. Durch den Anstoß schleuderte der Audi nach links und krachte in die Mittelschutzplanke. Der Wohnwagen wurde total zerstört. Einzelteile verteilten sich auf der gesamten Fahrbahn und zwei Fahrräder flogen bis auf den linken Fahrstreifen der Gegenfahrbahn. Die Räder konnten von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Kist schnell beseitigt werden. In Richtung Frankfurt war die Fahrbahn allerdings total blockiert. Die beiden Fahrer waren zum Glück unverletzt geblieben.
Folgeunfall im Stau
Rasch stauten sich die Fahrzeuge auf. Am Stauende, etwa vier Kilometer vor der ersten Unfallstelle, fuhr ein 80-jähriger Seat-Fahrer auf einen VW-Transporter auf. Der Senior hatte zu spät erkannt, dass das Fahrzeug vor ihm verkehrsbedingt bis zum Stillstand abgebremst worden war. Sein Pkw musste abgeschleppt werden. Beide Fahrer kamen auch hierbei mit dem Schrecken davon.
Keine ausreichende Rettungsgasse
Die Autofahrer im Stau bildeten jedoch keine ausreichende Rettungsgasse, so dass es Polizei, Feuerwehr und die Abschleppdienste erschwert wurde, zur Unfallstelle zu gelangen. Dennoch konnte der Verkehr nach einiger Zeit einspurig an den verunfallten Fahrzeugen vorbei geleitet werden. Die Freiwillige Feuerwehr Waldbrunn unterstützte dabei die Beamten der Autobahnpolizei bei der Absicherung der Unfallstelle. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden.

