SMAUL: Brückenschopper befördern Fahrradfahrer in den Main

Anzeige

Würzburg erleben

12. September 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Radfahrer-Misere in 6 Szenen – Teil 4

SMAUL-Chefredakteur Frank Frei schreibt mit seinem sklavisch ergebenen Team den ersten Fortsetzungsroman für Würzburg erleben. Die ersten drei Teile der Radfahrer-Misere Würzburgs haben wir bereits veröffentlicht. Jetzt kommt Teil vier:

Fiese Fallen, Korken knallen

Die miesen Schickimicki-Schluckspechte auf der Brücke hatten jedoch unsichtbare Stahlstreben zwischen den Bordsteinen an den Rändern der Brücke gespannt. Davor hatten sie noch ein paar Hände mit Nüsschen, Pardon, mit Nägeln gestreut. Geschenkt, dass die weinseligen Deppen selbst die ganze Zeit darüber stolperten, sich jaulend die Spitzen aus den Schuhen zogen. Doch da Herr Bömbel mit Karacho auf die Brücke schoss, verfehlten die fiesen Fallen ihre Wirkung nicht.

Ein ballistisches Dessert fürs Wörzburcher Driehf-Auche

Durch die feixende Gasse der Suffnasen raste Bertel in sein Verderben. Koppheister ballerte es ihn mit zerfetzten Reifen, ruckartig hochgeschleudert beim Auftreffen auf die Stahltrosse, volle Bamme rechts übers Geländer in den Fluss. Vor dem Sonnenuntergang, mit dem phallischen Kamin (?) des Müllheizkraftwerks im Hintergrund. Ein Bild für die Ewigkeit. Melodien für Melonen. Triefenden Auges schaute die Elite der Stadt angesäuselt dem Elenden hinterher. Das war genug. Der Staat, respektive die Stadt, konnte nicht mehr länger die Augen vor diesen Ungeheuerlichkeiten verschließen.

WÜ-CONFIDENTIAL: Tathergang & Todesursache B. Bömbel

Was zumindest ballistisch überhaupt nicht passt, ist die Bertis übertighte Bananenflanke direkt in den Main. Wie eine Kirsche mit Gekrümpfel hintendran, die mit einer Steinschleuder geschossen wird, ballerte es den wütenden, aber mondän im Training stehenden Pensionär in die Fluten des Mains. Das ausufernde Überbrückungsgeschmarr hat solange gedauert, dass er wahrscheinlich inzwischen ersoffen ist. Oder er ist in Veitshöchheim ans Ufer geklettert und hat zuerst mal die hässlichen weißen Putten im Schlosspark gewürgt.

Teil 1 – Akopalüpze alte Mainbrücke

Teil 2 – Es passiert etwas

Teil 3 – Der Terror kam auf leisen Gummisohlen

Teil 4 – Brückenschopper befördern Fahrradfahrer in den Main 

Teil 5 – O.G. Schuchardt dominiert das Game

Teil 6 – Inspiriert von der Realität

SMAUL – Satire für Würzburg

DIE GESTALTUNG: Alle Ausgaben wurden bis jetzt schwarz-weiß gedruckt. Montagen, selbst erstellte Fotos, beispielsweise von Knetfiguren oder Nacktfotos der Redakteure, Material aus dem Internet sowie die passenden Artikeln wurden in attraktivem Layout mit dem charakteristischen Logo präsentiert. Die SMÄULER 1 bis 7 waren dabei in einer speziellen Falt-Technik designt: Ein vorne und hinten bedrucktes A3-Blatt wurde zum Text passend auf DIN A 6 zusammengefaltet. Die letzte Ausgabe erschien als DIN A 6-Heft.

Banner2
Topmobile2