„Wildpinkler“: Stadt verstärkt Kontrollen

Anzeige

Würzburg erleben

15. September 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Wildpinkeln ein leidiges Thema

Würzburg ist eine Stadt voller Open-Air-Events: egal ob Weinfeste, Shuttle-Party oder Weihnachtsmarkt. Zum Stadtfest an diesem Wochenende erwarten die Veranstalter von „Würzburg macht Spaß“ e.V. über 100.000 Besucher. Einige Innenstadtbewohner sind deshalb schon jetzt nervös. In mehreren Emails beschweren diese sich über eklige Begleiterscheinungen der Feste in den vergangenen Monaten: Urin, Erbrochenes, Gestank – an Wänden, in Laden- und Hauseingängen und in den verwinkelten Gassen der Würzburger Innenstadt.

Pinkel-Hotspots: Marktplatz und Innenstadt

Wir haben deshalb bei der Stadt nachgefragt. Was kann man gegen die „Wildpinkler“ tun? In 2013 gab es laut Auskunft der Stadtverwaltung 116 Verwarnungen durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), 2012 waren es noch 164. Im laufenden Jahr sind wir bei aktuell 54. Eine Verwarnung kostet den Pinkler je 35,-€. Der letzte Fall war erst vor wenigen Tagen auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz. Hochkonjunktur besteht aber nach Aussage der Stadtverwaltung insbesondere bei einschlägigen Open-Air Events wie z.B. Stadtfest, Shuttle-Party, Kiliani, U&D usw. 

Verstärkte Kontrollen in Aussicht

Auf Nachfrage von „Würzburg erleben“, wie es denn nun mit den Kontrollen weitergehe, erläuterte der Pressesprecher der Stadtverwaltung Georg Wagenbrenner, dass eine flächendeckende Überwachung zwar zu keiner Zeit personell organisierbar sei, dennoch der KOD die Kontrollen im Umfeld der Open-Air-Events verstärken will. 

Ein Thema für die Politik?

Wir werden regelmäßig Eure Fragen, Kritik und Anregungen zum Chef der Würzburger Stadtverwaltung bringen.

Aufruf an alle Wildpinkler

Doch nicht nur für den Kommunalen Ordnungsdienst sind diese Events anstrengend, sondern auch für die Anwohner in der Innenstadt, denn an ihnen bleibt die Arbeit hängen, den Dreck und Gestank wieder zu entfernen. Hier der uns geschickt Aufruf einer Anwohnerin:

Liebe Würzburger,

bald beginnt wieder eines der schönen Weinfeste in Würzburg. So gut man an diesen Festen dort den Frankenwein genießen kann und so schön und gesellig es dort ist, in den Gassen und kleinen Straßen rund um den Marktplatz, lassen sich die Besucher jedes Jahr aufs Neue gehen. Vor allem die männlichen Besucher meiden gerne die öffentlichen Toiletten und urinieren lieber an die Häuser, Hauseingänge und Hofeinfahrten. Bestimmte Gassen sind hier bei den Pinklern sehr beliebt! Aber all das zum Ärger und Ekel der Anwohner, die angepöbelt werden, wenn sie die Leute bei „ihrem Geschäft“ stören und die die Sauerei ertragen und irgendwie entfernen müssen (wenn das überhaupt möglich ist).

Leute, es gibt ÖFFENTLICHE TOILETTEN!!!!! Und wer 3-4€  für Wein ausgeben kann, der hat doch sicherlich auch ein paar Cent (die ja nicht zwingend sind!!!) für die öffentlichen Toilettenhäuschen übrig.

Vielleicht sollte auch die Stadt die Anzahl der Toilettenhäuschen zu diesen Veranstaltungen erhöhen! Fest steht aber, dass die Sauerei in den Gassen mehrheitlich von den Männern verursacht wird, die (erfahrungsgemäß) ja kaum in der Schlange am WC warten müssen!

Mittlerweile häufen sich die Fälle nicht nur zu den Festen auf dem Marktplatz wie Weindorf, Weinparade und Weihnachtsmarkt, sondern leider auch an ganz normalen Tagen, v.a. am Wochenende.

Bitte liebe Feierfreudigen, lasst die Innenstadt sauber und erspart uns Anwohnern den Gestank und den Dreck!

Banner2
Topmobile2